10 Tipps für die Wahl des richtigen WordPress Themes

Falls ihr jemals schon vor der Aufgabe standet ein geeignetes WordPress Theme für euren Blog auszuwählen, wisst ihr sicherlich, wie frustrierend diese „Aufgabe“ sein kann. Nicht umsonst gibt es das naive aber durchaus mit Wahrheit behafftete Sprichwort: „Wer die Wahl hat, hat die Qual.„.

Ein großer Vorteil von der Bloggingsoftware WordPress ist die Tatsache, dass tausende von qualitativ hochwertigen und meist kostenlosen Themes frei im Internet zum Download angeboten werden. Aber genau diese Fülle an Blogdesigns macht es manchmal extrem schwierig, dass für sich passende Theme herauszusuchen.

Den ersten Schritt den es zu überdenknen gilt, ist die Frage auf welche Art von Template man seinen neuen Blog aufbauen möchte. Soll es ein kostenpflichtiges, professionell erstelltes Theme sein, oder doch eher ein frei erhältliches? Falls ihr euch ein wenig mit CSS und Webdesign auskennt habt ihr auch zudem die Möglichkeit ein kostenloses Template mit wenigen Handgriffen euren Bedürfnissen anzupassen und es somit zu individualisieren.
Viele neue Blogger kümmern sich jedoch keineswegs darum, ob ein Template bereits mehrfach von anderen Mitbloggern genutzt wird (ist ja auch eigentlich nicht weiter tragisch) und entscheiden sich aus diesem Grund für ein freierhältliches und kostenloses WordPress Theme. Nachdem man sich nun der rudimentärsten Frage bezüglich der Auswahl eines Templates (kostenlos, Premium oder individuell) beschäftigt hat eröffnen sich nun einige weitere Entscheidungskriterien, nach denen man sein Blogdesign auswählen kann.

Entscheidungshilfen für die richtige Themewahl

1. Möchtest du Geld mit deinem Blog verdienen?
Wenn dem so ist, so rate ich dir dich für ein kostenpflichtiges Premiumtemplate zu entscheiden, welches deine Ansprüche bezüglich der „Professionalität“ widerspiegelt und deinen Lesern durch ein individuelleres Design Seriösität und Authentizität vermittelt. Falls du kein „richtiges“ Geld mit deinem Blogprojekt erwirtschaften möchtest so langt natürlich ein frei erhältliches Theme. Man hat ja später immer noch die Möglichkeit sich für ein anderen evtl. kostenpflichtiges Blogdesign zu entscheiden.

2. Wie wird das Aussehen deines Blogs deinen „Erfolg“ beeinflussen?
Für ein rein privaten bzw. persönlichen Blog dürften im Allgemeinen die kostenlosen WordPress Themes mehr als ausreichen, da es bei dieser Kategorie von Blogs nicht wirklich auf ein originelles Desing ankommt. Vielmehr steht der persönliche Charakter und eine eher kleine Zielgruppe im Mittelpunkt der „Bloggingstrategie“. Für einen mit ökonomischen Hintergedanken erstellenten Blog jedoch, der auch ein gewisses Image nach Außen hin transportieren möchte, ist es mehr als sinnvoll Geld in ein individuelles und professionelles Theme zu investieren und auch durch dieses ein Corporate Design entsprechend der „Unternehmensphilopsophie“ zu implentieren.

3. Wieviele Blogs benutzen bereits das ausgewählte Theme?
Manche der kostenlos angebotenen Themes, vorwiegend die Populärsten, werden von mehreren Tausend Bloggern bereits benutzt. Augenscheinlich ist es demnach sehr viel schwerer mit seinem Blog aus der Menge hervorzustechen, aber genau diese populären Themes besitzen durchaus Vorteile gegenüber unbekannteren Blogdesigns. So werden Themes, welche einen guten Ruf innerhalb der Bloggosphäre aufweisen und häufig verwendet werden auch des öfteren mit Updates und neuen Funktionen versorgt und genießen zudem noch einen relativ starken „Support“ seitens ihrer Entwickler. Falls man also einmal mit designtechnischen Problemen zu kämpfen hat, können popläre Themes durchaus von Vorteil sein.

4. Ist das Design auch suchmaschinenfreundlich?
Innerhalb der frei erhältlichen Themes ist das Spektrum bezüglich der „Code-Qualität“ äußerst breit gefächert. Falls man nicht mit rusimentär mit den Websprachen HTML und CSS vertraut ist, so fällt eine Evaluierung betreffend der Suchmaschinenfreundlichkeit äußerst schwer. Aber auch für dieses Problem gibt es natürlich im Internet eine Lösung bzw. eine Nische. Themedsigner konzipieren extra suchmaschinen-optimierte WordPress Themes, die auch als solche deklariert sind und in Zusatzgalierien einzelner Template-Schaukästen zu finden sind. Die Suche mit Google nach folgenden Keywords „WordPress SEO Themes“ liefert euch passende Ergebnisse und Templates. Eine erste Anlaufstelle eines amerikanischen SEO-Designers, sei aber auch an dieser Stelle zusätzlich erwähnt: courtneytuttle.com

5. Wird das Theme deine „Monetarisierungsansprüche“ erfüllen?
Falls du mit den Gedanken spielst dein Blogprojekt zu monetarisieren so solltest du dies bezüglich der Templateauswahl mit berücksichtigen. Möchtest du z.B. Adsense-Werbung, Bannerlinks, Textlinks, etc. innerhalb deines Blogs platzieren so sollte da ausgewählte Desing entsprechende Implementierungsmöglichkeiten besitzen. Fügt man die angesprochene Werbung in ein nicht dafür geeignetes Template ein, so entsteht meist ein Eindruck, der das Blog überfrachtet wirken lässt.

6. Falls du ein Logo besitzt, passt dieses zu dem Theme?
Im Internet begegnet man vielen Blogs, die mit Hilfe von frei erhältlichen Templates gelayoutet wurden. An für sich ist gegen diese Tatsache, wie schon zuvor erwähnt, nichts einzuwenden, aber man sollte darauf achten, sofern man ein eigenes Logo in solch ein fertiges Design einpflegt, dass dieses auch zum gesamten Erscheinungsbild passt und nicht wie aufgesetzt und ausgeschnitten auf die Betrachter wirkt. Falls du planst, ein eigenes logo zu verwenden, so wähle ein Theme aus, welches auch zu diesem Logo passt.

7. Ist das Design Widget-Ready?
Für eine interaktive und mit zusätzlichen Funktionen beladene Sidebar ist es notwendig, dass das entsprechende WordPressdesign auch die einzelnen Widgets unterstützt. Man sollte daher darauf achten, dass wenn man seine Blogfunktionen mit einzelnen Widgets aufpeppen möchte, dass diese auch ohne weiteres von dem jeweiligen Design verwirklicht werden können. Der einfache Ausdruck „widget ready“ deklariert solche kompatiblen Designs.

8. Birgt das Template versteckte Links?
Oft ist es mehr als erstaunlich, wie viele versteckte Links in frei erhältlichen WordPress Themes zu finden sind. Bezieht man jedoch diese Template von Seiten, welche einen guten Ruf in der Bloggosphäre bezüglich der Templateerstellung besitzen, so kann man eigentlich davon ausgehen, dass die einzelnen Themes nicht wirklich viele versteckte Links implementiert haben. Ein Untersuchung des ausgewählten Templates ist jedoch auch hier äußerst ratsam.

9. Ist der Template-Code valide?
Mehr als 90% aller Blogger kümmern sich nicht darum, ob der Templatecode des eigenen Blogs auch tatsächlich valide ist ( Ja auch ich muss gestehen, dass ich mein Template nicht aufgrund dieser Eigenschaft ausgewählt habe und besseren Wissens mich für das Design und gegen den validen Code entschieden habe).
Valider Code gibt einem jedoch große Gewissheit, dass alle Besucher die Webseite fehlerfrei betrachten und genießen können.

10. Wird dein Blog mit dem ausgewählten Theme wachsen können?
Wenn ein Blog wächst, so wachsen auch die Ansprüche an diesen und man möchte als gewissenhafter Blogger seinen Lesern selbstverständlich auch ab und an neue Features bereitstellen. Diese Features und Neureungen benötigen jedoch auch immer wieder zusätzlichen Platz, den man evtl. anfangs nicht direkt mit einkalkulierte. Aus diesem Grund ist es ratsam, dass man ein Blogtemplate auswählt, welches man mit einfachen Mitteln mühelos erweitern und durch einige Zusatzfunktionen „nachrüsten“ kann. Man sollte sich also niemals von einem Template die Grenzen setzen lassen sondern diese ständig erweitern können.

Links auf denen man gute WordPress Templates findet:

TopTut.com – Wunderschöne Templatesammlung und Vorstellung
doshdosh.com – SEO und Adsense optimierte Themes (auch andere WordPress Designs vorhanden)
affiliatewatcher.com – Ausführliche Aufzählung von Adsense optimierten WordPress Themes
Ades Design – Professionelle kostenpflichtige WordPress Themes
WordPress Themepool – Themepool deutschsprachiger WordPress Themes
Hashi Blog – Geniale kostenlose WordPress Templates von Hashi lokalisiert

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10 Kommentare

  1. Alex Juni 16, 2008 1:33 pm 

    hi,
    schöner Beitrag! Jedoch möchte ich noch etwas zu Punkt eins sagen. Meines Erachtens gibt es im Netz genügend gute und professionelle Themes.

    Mit etwas Suche findet man Templates, die gut und vor allem nicht sehr weitverbreitet sind. Sicherlich ist es viel Arbeit sich im Wust der WordPress Themes zu Recht zu finden, aber es ist möglich.

    Außerdem zeichnet sich gerade WordPress dadurch aus, dass die Erstellung eines eigenen Designs sehr einfach ist. Hat man keine Lust ein eigenes Template von Grund auf zu erstellen, bleibt immer noch die Möglichkeit ein vorhandenes Theme zu modifizieren.

    Ansonsten ein sehr guter und informativer Artikel.

    MfG

  2. Domenic Juni 16, 2008 3:33 pm 

    Vielen Dank, die beigefügten Links werde ich mir mal ansehen und schauen, ob eines der Themes für meine neuen Projekte passend ist. 🙂

  3. Analphablogger Juni 16, 2008 7:44 pm 

    Ich nutze momentan auch ein freies und kostenloses Theme, es handelt sich um das äußerst populäre (not) so fresh. Aber der Support ist wie von dir geschrieben sehr gut. Momentan reicht mir das Theme, es sieht gut aus und ist auch noch widget-tauglich, doch leider musste ich beim Codecheck feststellen, dass sich der ein oder andere Codefehler eingeschlichen hat.

  4. SEO Agentur Juni 25, 2009 6:08 pm 

    Danke tolle Tipps. Werde mir das auf jeden fall mal genauer anschauen.

  5. Waldi Juli 28, 2009 9:29 pm 

    Was ich an den meisten Themes nicht gut finde, ist dass viele den Code nicht Valide halten. Habe zuminidest noch kein Theme gefunden, welches das verspricht.

  6. Freetagger August 26, 2009 3:06 am 

    Ich hab erst diese Woche wieder einen neuen Blog gestartet und wieder einmal musste ich nach einem Theme suchen, denn wenn das Theme zum Thema des Blogs passt, sind die Einnahmen erstaunlich höher, außerdem sieht es besser aus. Aber mittlerweile gibt es fast zu viele Themes, da fällt die Auswahl sehr schwer.

  7. Tom Welling Oktober 13, 2009 12:55 pm 

    Also wenn ich Zeit habe erstelle ich mir lieber ein eigenes WordPress Theme. Hier kann ich einfach individueller eingreifen und kenne den Code. Leider habe ich in den letzten Projekten immer wieder auf fertige zurückgreifen müssen. Mein nächstes Template werde ich mir mal mit deiner List aussuchen. Danke für die Tipps.

  8. Aaron Bitts April 22, 2010 7:06 pm 

    sehr guter und vor allem hilfreicher Beitrag. ICh als Webdesigner baue mir so ein layout natürlich selber und würde das auch jedem empfehlen, der das kann, aber ansonsten würd ich jedem Deine Ratschläge ans Herzen legen.

  9. Bruno Mexx Juni 14, 2010 11:39 am 

    wer kann, sollte auf jeden Fall ein eigenes LAyout erstellen. Das ist zwar nicht unbedingt besser als die (meist sehr guten) fertigen, aber man hat einfach was induviduelles

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