5 Tage PHP – Mein Fazit

Die letzte Woche ging wirklich schnell vorbei. Für meinen Geschmack etwas zu schnell. Dennoch bin ich zufrieden, denn was ich in den 5 Tagen gelernt habe, hätte ich im Selbsttudium mit Büchern und Tutorials so schnell nicht auf die Reihe bekommen. Vielleicht hatte ich mir von dem Seminar auch einfach zuviel erhofft. In 5 Tagen from Zero to PHP-Hero  ist eben nicht so ohne weiteres Machbar.

Das Seminar

Wie so oft bei einem Seminar, geht es am ersten Tag noch ziemlich relaxt zur Sache. Stutzig wurde ich erst bei Frage nach den Vorkenntnissen. Mhh.. welche Vorkenntnisse? Reicht denn HTML nicht?! Nein! Ohne Vorkenntnisse kommt man auch bei einem PHP Grundlagen Seminar nicht weit.

Programmierlogik…

…heißt das Zauberwort. Als erstes wären da die SCHLEIFEN. Ohne Schleifen geht fast nichts, in fast keiner Programmiersprache, und auch nicht in PHP. Dazu gehören in erster Linie die while, for und foreach Schleifen. Wenn man den Aufbau und Nutzen einer Schleife nicht kennt, oder nicht versteht, wird es kniffelig. Ist man gerade dabei, sollte man auch gleich Variablen, if / else Anweisungen und Arrays genauer unter die Lupe nehmen. Ebenfalls wichtig: Eine gewisse Neigung zum logischen Denken. Bereits bei kleinen Projekten kann der Programmaufbau, für Anfänger wie mich :-), zum Drahtseilakt werden, wenn eine Schleife in eine bereits vorhandene Schleife untergebracht werden soll. Seminarempfehlung: Einführung in die Programmierlogik. Es richtet sich an Programmieranfänger und ist sprachübergreifend. Voraussetzungen sind lediglich IT-Grundkenntnisse. Alternativ: Bücher und Online-Tutorials durchackern.

Ab dem zweiten Tag war dann schluss mit Lustig. Einen großen Teil des Seminars nahm die objektorientierte Programmierung ein, nur leider nicht für mich. Pech, denn Content Mangement Systeme wie WordPress sind in der objektorientierten Denkweise programmiert. Porgrammcode kann  in OOP ausgelagert und unabhängig vom restlichen Code bearbeitet werden. WordPress und Plugins wären ohne die Objektorientierung nur schwer umzusetzen. Leider war ich bei diesem Punkt noch mit Grundsätzlichen Dingen beschäftigt und habe das Thema erstmal außen vor gelassen, denn bevor ich nicht mit der herkömmlichen PHP Programmierung zurechtkomme, wollte ich mir nicht schon den nächsten Programmierstil antun ;-).

Zum Ende hin kam dann aber fast die Erleuchtung. Die „Abschlussarbeit“, ein Gästebuch mit Datenbankanbindung, hätte ich fast im Alleingang bewerkstelligt. Einzig der Punkt, dass ich die Einträge mit einer Array Abfrage ausgeben wollte, anstatt logischerweise die Datenbank auszulesen, hat mich daran gehindert. Wenn Interesse besteht, werde ich das Script die nächsten Tage vielleicht mit einem kleinen Tutorial veröffentlichen.

Fazit

Auch wenn ich mir mehr erwartet hatte, war das Seminar nicht umsonst. Mir ist zum Beispiel am Ende des Seminars aufgefallen, das ich jetzt PHP Quellcode generell viel besser lesen  kann und mehr Zusammenhänge verstehe. Kleine Änderungen traue ich mir jetzt auch zu. Ein WordPress Plugin von Grund auf neu schreiben eher noch nicht. Aber das wäre wahrscheinlich für 5 Tagen etwas zuviel verlangt. Das Verständnis ist da, jetzt heisst es: dran bleiben und das Wissen ausbauen!

Ressourcen für PHP Einsteiger

Online Tutorials:

Bücher:

Ihr kennt noch ein besseres PHP Tutorial / Buch für Einsteiger? Dann her mit der Info! 🙂

21 Kommentare

  1. Thomas September 14, 2010 12:49 am 

    Ich empfehle noch – für den Fortgeschrittenen – das PHP Journal. Erscheint zwar nur alle 2 Monate und ist mit 14,95€ deutlich teurer als normale Magazine, aber dafür lohnt sich der Preis. Aber die beiliegende DVD ist meist fürn A**** 🙂

  2. Sourcedog September 14, 2010 9:43 am 

    Dein Fazit überrascht mich jetzt nicht wirklich. Natürlich lernt man in den fünf Tagen schon etwas, allerdings kann ich mich ehrlich gesagt nicht wirklich mit solchen Seminaren anfreunden.

    Das Problem bei solchen Seminaren ist immer das Vorwissen und die individuelle Lerngeschwindigkeit. Weiß man zu wenig, kommt man nur schwer oder garnicht mit, weiß man zuviel, langweilt man sich eigentlich mehr, als dass man lernt.

    Mein Tipp an Dich, da du jetzt ja auch die Basics kennst: Versuche dich an einem kleinen Projekt, das dich persönlich auch interessiert und versuche es umzusetzen. Wobei das natürlich kein Plugin für eine Software sein sollte, da man dort auf APIs zugreifen muss und das ist dann nochmal eine ganz andere Liga.

    Wichtig ist, dass Dir das Projekt wirklich Spass macht. Und jedes Mal, wenn Du nicht mehr weiter kommst, suche dir Lösungen im Internet. Das Internet ist voll mit den genau passenden Hilfestellungen zu jedem Problem, serviert auf einem Silbertablett in genau den richtigen Happen für Dich. Man muss es nur finden 😉

  3. Cano September 14, 2010 3:29 pm 

    Hey,
    Hört sich super an! Nur ist die Frage, ob das die 2000 Euronen wert ist?! Stattdessen würde ich mir lieber für 200€ PHP Bücher kaufen und mich da durchquälen. Ich persönlich habe immer ein besseres Gefühl, wenn ich am Ende sagen kann, dass mir das selber beigebracht bzw. alleine geschafft habe. Trotzdem ist das super, was du in 5 Tagen gelernt hast! Freue mich auf dein Tutorial 🙂

    mfG
    Cano

  4. Jonas September 14, 2010 9:49 pm 

    Nabend,

    @sourcedog
    Wenn die Gruppe nicht ausgewogen ist, was bei öffentlichen Seminaren ab und zu vorkommt, muss der Dozent halt mal etwas tiefer in die Trickkiste greifen. Die Tagesseminare richten sich in erster Linie ja auch an Firmen, die Ihre Mitarbeiter schulen müssen, oder möchten. Das sollte natürlich möglichst in kurzer Zeit geschehen, damit diese schnell wieder Einsetzbar sind.

    @Cano
    Interessierte Einzelpersonen oder Auszubildene findet man auf solchen Seminaren eher selten, dafür sind Sie wirklich zu teuer. Aber Firmen buchen wie verrückt 🙂

    …Bücher lege ich mir jetzt auch welche zu, eins ist schon bestellt. Bleibe auf jeden Fall dran 🙂

  5. UsualRedAnt September 15, 2010 2:16 am 

    Das wichtigste PHP-Lehrbuch ist ein geduldiger Freund 🙂

    Ohne die Hilfe der „PHP-Zauberer“ im Bekanntenkreis hätt ich dem Rechenknecht sicher schon das eine oder andere mal den Gnadenschuß gegeben. Insbesondere wenn Fehlermeldungen kommen, die ich nicht verstehe, werde ich schnell dünnhäutig.

  6. webwork September 15, 2010 8:07 am 

    Hi und welcome back 🙂

    Zu Deiner Buchempfehlung gibts nichts mehr hinzuzufügen. Das ist mit das Beste was es gibt am Markt. Das kann ich sogar beweisen, denn ich habe es verstanden und das will schon was heißen ;-).

    Das PHP Buch PHP 5.3 + MySQL 5.1: Der Einstieg in die Programmierung dynamischer Websites harmoniert übrigens perfekt mit „CSS pur! – Ultimative Weblösungen mit Stil“. Mit beiden Büchern lässt sich ein kleines Projekt schon recht gut realisieren.

  7. Jonas September 15, 2010 8:13 pm 

    @UsualRedAnt

    einen PHP-Experten als Freund ist natürlich eine feine Sache. Es ist einfach wichtig jemanden zu haben, der einem unter die Armen greift, wenn es brenzlig wird. Klar schafft man das alles auch mit Büchern und Tutorials, wird dann aber sehr mühsam.

    @webwork

    hehe, genau das Buch habe ich mir auch bestellt 😉 Dann kann ja fast nichts mehr schief gehen! …achja, danke nochmal für den RT 🙂

  8. Tanja September 15, 2010 11:22 pm 

    Ich bin ja normalerweise auch ein Mensch, der gerne nach Büchern arbeitet und sich daraus das Wissen holt. Beim Proggen habe ich aber nur ein paar kleinere und größere Nachschlagwerke (außer für CSS, das hatte ich ein wirklich gutes Buch). Den Rest habe ich über die Jahre „learning by doing“ gelernt. Anfangs habe ich auch noch keinen Deut verstanden von dem, das ich da machte, aber mit der Zeit ging das auch. In meinen Augen bei PHP & Co. immer noch die beste Lösung…

  9. Jonas September 17, 2010 11:27 am 

    Weisst du zufällig noch den Titel des CSS Buchs? Das Thema würde mich auch interessieren.

  10. Tanja September 17, 2010 4:04 pm 

    Ja klar, steht über mir im Regal: Es sind die 2 Teile „little boxes“ aus dem Markt + Technik Verlag.
    Wenn Du noch etwas warten willst, ich verlose demnächst ein paar CSS Bücher (siehe http://www.css-einfach.de/) in meinem CrazyToast Blog. Vielleicht wär das ja was für Dich, dann bräuchtest Du nur etwas Glück beim Gewinnen 😉

  11. Jonas September 17, 2010 9:06 pm 

    Na das passt sich ja, dann warte ich natürlich noch 🙂 Danke!

  12. Sourcedog September 17, 2010 10:33 pm 

    @Jonas Da hast Du natürlich Recht, was die Arbeitnehmer betrifft. Aber vielleicht bin ich da einfach eine Ausnahme und meine eigenen Erfahrungen bei mir verzerren da meine Meinung 😉 Kurz nachdem ich meine Ausbildung vor andernhalb Monaten begonnen hatte, kam meinem Chef die Idee, mich auf eine Typo3 Schulung zu schicken. Die richtete sich zwar an Redakteure, aber es kann ja nicht schaden, dass man eben jene Basics schonmal kennt. Kurz nachdem die Schulung angesetzt war (und lange bevor sie begann) war ich schon dabei, meine erste eigene Typo3 Extension zu entwickeln. Und so sahen bisher alle meine Erfahrungen mit Kursen, Seminaren und ähnlichem aus. Vielleicht weiß ich einfach zu gut, wie ich mir selbst etwas schnell und effektiv beibringe 🙂

  13. Jonas September 18, 2010 12:21 am 

    Bei dir kann man sich die Seminarkosten wirklich sparen 😉 Naja, normalerweise kommt sowas nicht so häufig vor, die Mischung passt meistens.

  14. Konstantin September 20, 2010 7:58 pm 

    Ein PHP-Seminar? Self-Learning macht es auch. Gerade PHP-Tutorials gibt es im Internet zu Haufe. Ich hatte damals die allgemeinen Grundlagen grob angerissen in der Schule erklärt bekommen. Zu Hause dann weiter damit beschäftigt und nun habe ich mehrere Interentseiten, darunter auch eine Flirtcommunity, die ich selbst programmiert habe. Aber das mit den WordPress-Dateien ändern, kann ich mir gut vorstellen. Da hatte ich früher auch immer Angst etwas zu ändern 🙂

  15. Flocke September 22, 2010 12:36 pm 

    klingt nicht schlecht. ich finde learning by doing jedoch effektiver

  16. Bheim September 24, 2010 12:03 am 

    Interessanter Bericht…ich werde aber auch bei learning by doing bleiben ^^.

  17. Jonas September 24, 2010 12:07 am 

    So ein Seminar ist übrigens zum Großteil learning by doing (+learning by zuhöring) 🙂

  18. Sabine Dezember 10, 2010 5:56 pm 

    Übersichtlich, knapp und Hilfreich.
    Mir raucht noch der Kopf. Allerdings scheine ich mich dumm anzustellen oder es ist zu hoch für mich. Alles in allem habe ich nämlich deutlich länger gebraucht 😉

  19. Christoph Dezember 14, 2010 12:05 am 

    Meine Erfahrung zum Programmieren im Allgemeinen ist: Gutes Buch mit Beispielen, Übungsaufgaben und Lösungen kaufen und in Ruhe am PC nachvollziehen. Die Theorie-Bestrahlung oder Abtipp-Mentalität aus Unterricht und Seminaren hat mir nie wirklich viel gebracht. Mit Buch zu Hause in Ruhe am Rechner war für mich immer am effektivsten.

  20. Cathleen Trowbridge Dezember 27, 2010 9:06 pm 

    Endlich mal ein Blog, der echte informative Beiträge liefert. Leider ist hierzulande die Blogkultur nicht besonders ausgeprägt, hier hat der User aber einen echten Mehrwert. Ich finde auch teilweise die Kommentare sehr informativ. Da sieht man, dass sich jemand echte Mühe gemacht hat.

  21. Horst September 22, 2011 7:14 am 

    Ich hab schon mehrmals versucht PHP zu lernen aber niemals hatte ich die Energie es wirklich durchzuführen. Ich meine du musst schon jeden Tag deine PHP Kenntnisse neu einsetzen wenn du wirklich diese Sprache lernen willst.

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