Den Job als Chef von Microsoft hat Bill Gates bereits vor 8 Jahren aufgegeben und in die Hände seines Kollegen Steve Ballmer gelegt. Mit dem heutigen Tag zieht sich der Mitbegründer des Redmonder Softwareriesen endgültig aus dem Tagesgeschäft zurück und möchte sich verstärkt in Zusammenarbeit mit seiner Frau der “Gates Foundation” widmen.

Visionär, Computergenie,  Stratege und eiskalter Geschäftsmann – es gibt diverse Beschreibungen und Titulierungen von dem Mann, der in den vergangenen 30 Jahren die Arbeit und den Alltag von vielen Millionen Menschen radikal verändert hat. Ab dem kommenden Montag, also dem 1. Juli 2008, möchte sich nun der PC-Vissionär auf seine geimennützige Arbeit in der wohlhabendsten Stiftung der Welt – der Bill & Melinda Gates Foundation – konzentrieren.

Computer für jedermann

Niemand, nicht einmal hochdekorierte Professoren der IT-Branche dachten so früh daran und haben so energisch dafür gearbeitet wie Bill Gates, dass Computer einmal selbstverständlich von jedermann genutzt werden können. Anfang der 1970er Jahre waren die “kellergroßen” Computer nur im Besitz von wenigen Institutionen wie Universitäten, den Militärs oder großen multinationalen Unternehmen.
Eine möglich Wende dieser institutionellen Computervorherschaft kündigte sich an, als im Jahre 1974 die Zeitschrift “Popular Electronics” eine Art “Microcomputer” namens “Altair 8800″ auf ihrem Titelblatt ablichtete. Dies war die Initialzündung für Bill Gates und seinen damaligen Studienkollegen Paul Allen, sich mit dem Thema “Personal Computer” auseinanderzusetzen. Bill Gates formuliert das einschneidende Ereignis in seinem Buch ” Der Weg nach vorn.” wie folgt:

“Erregt lasen wir von dem ersten echten Personal Computer, und obwohl wir noch keine genaue Vorstellung davon hatten, wozu er zu gebrauchen wäre, war uns doch schon bald klar, dass er uns und die Welt des Coputings verändern würde.” (Bill Gates “Der Weg nach vorn.”)

Die damals noch visionäre Computerrevolution ist, wie wir alle wissen, eingetreten und sie hat das Leben von Millionen Menschen verändert.

Firmengeschichte

Mitbegründer Bill Gates brach, um die seine Vision zu verwirklichen sein Havardstudium ab und gründete mit seinem Kollegen die Firma Microsoft. Wenig später ereilte die beiden das viel beschriebene “Glück der Tüchtigen” und eine große IT-Firma namens IBM klopfte an die Türen des jungen “Startup-Unternehmens”. IBM benötigte 1980 ein funktionsfähiges Betriebssystem für deren ersten PC, welches Microsoft realisieren sollte. Der erste Großauftrag der Firma von Bill Gates und Paul Allen war geboren.
Zu diesem Zeitpunkt jedoch besaß Bill Gates leider noch kein fertig entwickeltes Betriebssystem, was er natürlich bei seinen Verhandlungen mit IBM niemals eingestand, und er musste auf eine fremde Softwarelösung der Firma Seatle Computers Products zurückgreifen. Die Lizenz des Betriebssystems QDOS dieser Softwareschmiede kaufte er für schlappe 50.000 US$ und benannte sie im Zuge einiger geringer programmiertechnischer Änderungen in MSDOS um. Dieses MSDOS war nun nach dem Großdeal das erste Betriebssystem auf einem PC der Firma IBM.

Mitter der 1980er Jahre musste Microsoft nach einem Rechtsstreit knapp eine Millionen Dollar an SCP bezahlen, da der Softwareriese den Namen des Großkunden IBM verschwiegen und sich damit das QDOS-System erschlichen habe.
Noch immer sieht sich das Unternehmen, nicht nur aufgrund dieser geschichtsträchtigen Ereignisse, dem Vorwurf ausgesetzt, Innovationen nicht selbst zu entwicklen, sondern diese abzukupfern. Mit DOS legte Gates jedoch nicht nur den Grundstein für den überragenden Erfolg des Unternehmens und seines persönlichen Vermögens, sondern gründete einen neuen Markt – die Softwareindustrie.
Mit dem darauf folgenden Betriebssystem Windows und dem Büropaket Office revolutionierte Gates erneut den Computer und Softwaremarkt und das Unternehmen wuchs zu einem übergroßen Software-Imperium heran. Noch heute erwirtschaftet die Redmonder Firma die größten Gewinne mit “Windows” und “Office”, auch wenn die Produktpallette natürlich ständig erweitert wurde (MP3 Player “Zune”, Großrechnersysteme, XBOX uvm.).

Gates der Milliardär

Wer beim Börsengang 1986 rund 100 Microsoft Aktien für ca. 2800 US$ gekauft hatte und diese bis heute behalten hätte, besäße aufgrund des Aktienmarktverhaltens ein Aktienpaket im Wert von mehr als 830.000 US$.
Bill Gates wurde vom US-Wirtschaftsmagazin “Forbes” zwischen 1996 und 2007 dreizehn Mal als reichster Mann der Welt gelistet. In diesem Jahr wird sein geschätztes Privatvermögen mit rund 58 Milliarden US Dollar beziffert, welches ihm “nur” den dritten Platz innerhalb dieser Liste einbringt.

Mit Bill Gates verliert die Computer- und Softwareindustrie ihren Guru und Visionär, auch wenn er nicht von jedermann als soclhes angesehen wird. Nicht nur die PC-Welt hat dieser Mann visionär geprägt, sondern auch unser ganz alltägliches Leben enorm verändert. Und mögen die Betriebssystem Visat und XP nicht fehlerfrei sein, so erleichtern sie dennoch enorm den Umgang mit Computern und machen ein intuitives Arbeiten und Nutzen dieser Maschinen erst möglich.
Hierfür sollte man auch mal einen Dank aussprechen und den Gründer unserer PC-Zeit würdigen.

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Quellen:

Bill Gates -Wikipedia Artikel
Microsoft – Wikipedia Artikel


 


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