19.04.2008 | Autor: Andreas
Nachdem nun die Gesetzesgrundlage, wenn auch in etwas abgeschwächter Formohne Hausdurchsuchung), für ein staatliches Schnüffelprogramm geschaffen wurde, arbeiten die IT-Spezialisten des BKA mit “Hochdruck” an der Realisierun des sog. “Bundestrojaner[s]“.
Da die Beamten die Wohnung eines vermeindlichen Kriminellen zur Implementierung des Trojaners (hardwaremäßig) nicht betreten dürfen, müssen die Behörden auf eine Softwarelösung zurückgreifen, die es ermöglicht aus der “Ferne” in den Weiten des WWW einzelne Computer zu “durchleuchten”.
Die Frage die sich nun nicht nur den IT-Spezialisten des BKA aufdrängt, wie so etwas zu realisieren sei, beschäftigt auch die Internetgemeinde und zahlreiche Blogs.
Der erste Gedanke, der einem bezüglich dieser Frage in den Sinn kommt ist doch dieser: “Die Beamten werden sich wahrscheinlich an einzelne Softwarehersteller wenden, um von denen über Möglichkeiten einer “Hintertürimplementierung” in die jeweilige Software informiert zu werden.“
Aber bis dato, wie ich auf dem Bundestrojanerblog in einem Statement gelesen habe, sind die Behörden (jedenfalls offiziell) noch nicht an die Softwareproduzenten herangetreten. Ein Sprecher, des am meist verbreitesten Betriebssystems, welcher auf dem Bundestrojanerblog zu diesem Thema Stellung nahm, sagte sehr deutlich, dass die Bundesregierung noch nicht mit einem derartigen Antrag auf Microsoft zu kam. Des weiteren verdeutlichte er dort, dass es auch nicht im Sinne von Microsoft oder anderen Softwareherstellern sein kann, eine Hintertür in ein System zu implementieren, da dies die Loyalität gegenüber den Kunden, die ja nicht alle kriminell sind, untergraben würde.
Auch von Seiten der Regierung ist noch nichts genaues bekannt, wie denn eine Softwarelösung aussehen kann. Sicher ist nur, dass im Zeitalter von Zonealarm und Truecrypt, es eine Herausforderung darstellen wird, die wirklich kriminellen Machenschaften im Internet aufzudecken.
Momentan seien die Ermittler jedoch noch nicht in der Lage, eine Onlinedurchsuchung durchzuführen, so eine Pressemitteilung von Jörg Ziercke, einem Sprecher der dafür zuständigen Abteilung.
Eine Kooperation mit anderen Ländern, die bereits mehr oder minder erfolgreich eine softwaremäßige Onlinedurchsuchung durchführen schließt Herr Ziercke auch in diesem Statement nicht aus.
Es bleibt also abzuwarten, wie sich der Bundestrojaner entwickeln wird und wann er denn, sofern es die Öffentlichkeit mitbekommt, eingesetzt wird. (Falls er das nicht schon im Verborgenen eingesetzt wurde)
Bildmaterial: ©Antje Delater / Pixelio.de







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