von Jonas am 07.02.2010
Cybersquatter muss 1542 Domains zurückgeben
OK, kurze Erklärung: Cybersquatting ist laut Wikipedia “eine eher abfällige Bezeichnung für das Registrieren von Begriffen als Internet-Domainnamen, die dem Registrierenden eigentlich nicht zustehen”. Man unterscheidet hierbei Domaingrabber von Cybersquattern. Domaingrabber halten sich dabei (meistens) an die Regeln und registrieren mit vorliebe Gattungsbegriffe und freigewordene Domains. Ziel ist bei beiden Parteien das monetarisieren der Domains, seih es durch Verkauf oder Eigennutzung. Soviel dazu.
Im aktuellen, und wohl umfangreichsten Fall seiner Art, hat sich ein deutscher Cybersquatter mit mehr als 1500 Domains, bestehend aus diversen Markennamen einer Hotelgruppe und die dazugehörigen Städte, eingedeckt. (Beispiel: hotelname-berlin.de). Die Domains wurden auf eine Registrierungsseite für Hotelbuchungen umgeleitet und sollten so dem Domaininhaber die Taschen füllen.
Das ganze vorhaben flog durch das Online Monitoring der Hotelgruppe auf und ging vor das Domain-Schiedsgericht der Weltorganisation für geistiges Eigentum, kurz WIPO genannt. Diese Organisation, zuständig unter anderem für Domainstreitigkeite, hat nun ein Urteil gefällt, welches sich hier in voller Länge (inklusive aller Domainnamen!) nachlesen lässt. Demnach soll, laut Urteil der WIPO, der Leipziger Cybersquatter die 1542 Domains an die Hotelgruppe übergeben. Der beschuldigte Domaininhaber lies daraufhin telefonisch mitteilen, mit dem Urteil einverstanden zu sein.
Wahnsinn! Ein riesiger Haufen Domains. Aber wenn Ihr jetzt denkt, das Herr K. ab sofort nicht mehr ruhig schlafen kann, werde ich euch beruhigen. Mit einem Portfolio von ca. 70.000 Domains und dem Besitz der Domain kredit.de ist der Verlust sicher zu verkraften.
Quelle: intern.de / adressblog.de
Bildquelle: ©RainerSturm / pixelio.de









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