In den letzten Jahren habe ich immer wieder dieselben SEO-Mythen bezüglich mod_rewrite auf Apache- oder Unix-Servern vernommen. Dieser Mythos scheint aus dem “Nichts” geboren zu sein und kreist seit dem rege in der Szene von Webmastern und SEOs.
Das mod_rewrite “Märchen” ist vor allem an Blogger gerichtet und erzählt diesen, dass deren Blog niemals richtig optimiert wäre, wenn man nicht das Feature mod_rewrite benutzen würde. Auch sagen einige meiner SEO-Freunde, dass es keinen anderen Weg gibt dynamische Seiten suchmaschinenfreundlich zu gestalten bzw. zu deren besseren Verbreitung beizutragen.

Nunja, ich sehe das etwas anders und werde evtl. auch hierfür etwas kritischer beäugt, aber ich vermute auch einmal, dass die vielen SEOs die den mod_rewrite Mythos verbreiten, nicht wirklich die Referenz- bzw. Fachbücher zu diesem Thema gelesen haben, was meint ihr? Zu aller erst einmal ist natürlich nichts verwerfliches daran seinen Blog auf einem Unix-System zu installieren, besonders wenn man kostenlose oder eigen kreierte templates verwendet. Wenn ein Webseitenbesucher an denWebserver einen “Request” sendet, wird Apache diesen Besucher mit einem eher bizarr anmutenden URL-String versorgen, der in etwa so aussehen könnte: deinewebseite.de?p=32.

Der Mythos mod_rewrite

Dies ist einfach die Art und Weise mit welcher der Webserver die einzelnen URLs “rendert” (kreiiert) und es ist nichts daran falsch oder schlecht. Mod_rewrite ist rudimentär betrachtet ein Apachemodul, welches solch dynamisch kreierte, bizarr anmutende URLs umbennen und in “lesbare Adressen” verwandeln kann. Also anstatt die Beispielendung ?p=32 wird mit mod_rewrite folgende “Seite” erstellt: morning.html, sofern man dies möchte.
Verwendet man jedoch die original gerenderte URL, also in diesem Falle ?p=32, so hätte dies keinerlei Auswirkungen auf die SERPS bei Google und Co. Meinen Erfahrungen zu folge, die ich anhand einiger Webprojekte machen durfte, kümmern sich die namhaften Suchmaschinen nicht darum, wie man seine URLs rendert bzw. generiert.
Natürlich ist mod_rewrite ein sehr mächtige Werkzeug und kann auch dementsprechend eingesetzt werden, aber ein SEO-Allheilmittel ist es keineswegs und auch die erhofften positiven SEO Effekte sind nicht so groß, wie es einem der Mythos verspricht. Mod_rewrite hat zudem natürlich auch ein paar Nachteile. An dieser Stelle sei nur mal einer dieser Nachteile aufgezeigt. Wenn euer Blog von mehreren Besuchern gleichzeitig aufgerufen wird, so muss dass Apachemodul auch mehrmals die URL neu “rendern”. Dies kann unter Umständen euren Webserver, je nach Besucheransturm, enorm verlangsamen und somit euren Webtraffic beeinflussen.

Es steht selbstverständlich jedem frei sich dem Modul mod_rewrite zu bedienen, auch ich rendere damit meine URLs, aber man sollte sich schon der Sache bewusst sein, dass es nicht DAS SEO-Zaubertool ist. Vielmehr ist es ein mächtiges Apache-Gimmick, welches man einsetzen kann, aber keinesfalls muss. Entscheidet selbst wie eure “Seiten” aussehen sollen. Google ist es jedenfalls egal.

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