Der Metatag-Guide für Blogger

Webseitenoptimierung bzw. Blogoptimierung beinhaltet sowohl Onpage- (Online) als auch Offlineoptimierung (Linkbuilding etc). Nicht jeder Blogger kennt jedoch die kleinen Kniffe, mit denen man mit ein paar Stellschrauben innerhalb des HTML-Codes seinen Blog optimieren kann und somit suchmaschinenfreundlicher wirken lässt. Mit diesem Posting möchte ich euch einmal einen Aspekt der Optimierung des HTML-Codes näher bringen und zwar den der Metatagoptimierung.
Zwar haben die Metatags, welche in der Vergangenheit das wichtigste Optimierungsinstrument eines Suchmaschinenoptimierers waren, stark an Bedeutung verloren, aber dennoch sollte man sie bei einer Blogoptimierung nicht vergessen. Zum einen sind sie mehr oder weniger die html-Aushängeschilder eures Blogs und zeigen in groben Zügen den Benutzern eurer Seite und dem Google-Bot an, was auf dem Blog zu erwarten ist, und zum anderen können sie das berühmte „Zünglein an der Waage“ sein, wenn es darum geht das Ranking in den SERPS zu verbessern.

Was sind Metatags?

Für diejenigen von euch, die es bis dato noch nicht wissen sei gesagt, dass ein Metatag ein HTML-Tag darstellt, welcher in dem „Head-Absatzes“ einer html codierten Seite residiert. Wie andere HTML-Tags auch, erscheint der Meta-Tag nicht direkt auf eurer fertigen Blogzeile als dargestellte Schrift, sondern ist, wir der Name Meta es ja schon ausdrückt, eine Art Zwischen-Sprache. Im deutschen versteht man unter der Metasprache, eine Sprache über eine Objektsprache. In unserem Fall hieße das, eine Sprache über HTML. Da die Metatgs nicht auf der Frontpage eures Blogs erscheinen, werden diese von den meisten Besuchern auch nicht wahrgenommen. Verschiedene Metatags übernehmen dabei die unterschiedlichsten Aufgaben, aber sie sind im Allgemeinen dazu da zusätzliche Informationen über euren Blog bereitzustellen.
Der Meta-Description Tag zum Beispiel liefert eine Art kurze Zusammenfassung über den Inhalt eures Blogs. Wie die einzelnen Informationen bereitgestellt werden variert hierbei von Meta-Tag zu meta-Tag.

Beispiele für Meta-Tags:

<meta name="distribution" content="global" />
<meta name="language" content="en, sv" />

Welche Metatags sind sinnvoll?

Es gibt eine enorme Vielzahl von Meta-Tags da draußen im html-organisierten Internet, aber nur einige von diesen Tags sind sinnvoll. Tatsächlich stehen die Chancen gut, dass eine Seite die keinerlei Meta-Tags verwendet genauso gut bzw. schlecht funktionieren wird, wie eine Webseite die mit diesen Tags gefüllt ist.
Aber einige dieser Metatags haben durchaus ihren Nutzen und wenn es nur die Kommunikation mit dem Googlebot oder einer anderen Crawlingstitution ist. Hier in diesem Guide ist jedenfalls mal für euch eine Liste mit sämtlichen Metatags, welche euch beim Bloggen oder Optimieren eures Blogs begegnen könnten:

Abstract – Benutzt das meta description tag an stelle von „Abstract“

Author – Sicher , ist es schön seine email Adresse und sonstige Angaben überall im Content eurer Seite zu platzieren 😉 Wie auch immer, aber der beste Platz für derartige Infos ist nun mal eben im Content.

Cache-Control – Dieser Meta-Tag hat eigentlich nur noch historiche Funktionen und ist nicht mehr im Gebrauch. Früher hielt er durch seine Implementation in den html-Code die Nutzer einer Seite davon ab, veraltete Unterseiten einer Webseite zu besuchen. Heutzutage hat sich der Nutzen dieses Tags mehr oder minder in Schall und Rauch aufgelöst und wird normaler Weise nicht mehr verwendet.

Classification – Obwohl dieses Meta-Tag zumeist mit Keyowrds überladen wird, kann ich mir kein anderes und ähnlich arbiträres Tag vorstellen, mit dem gleichen Funktionsumfang. Es ist äußerst flexibel und kann euren Blog anhand von Stichwörtern und Phrasen kategorisieren.

Content-Language – Die Verwendung dieses tags ist auch nicht immer ganz klar zu beurteilen, denn die sprachliche Zuordnung des Inhaltes einer Seite stellt teilweise ein größeres Problem dar. Benutzt diesen tag nur, wenn ihr Seiten mit verschiedenen Sprachen innerhlab eines Webprojektes verwendet, welche ihr mit Hilfe dieses tags klar von einander unterscheiden wollt. Vor allem bei übersetzten Seiten mit dem eigentlich selben Content ist die Verwendung dieses Tags anzuraten.

Content-Type – Dieser hier ist wirklich wichtig und bedeutend. Mit dessen Hilfe kannst du die „Character-Sets“ für deine einzelnen Seiten auf unterschiedliche Art und Weise definierenn Versichere dich, dass dieser Tag auf jeden deiner Seiten eingesetzt wird.

Copyright – Ähnlich dem Author-Tag. Du solltest darauf Wert legen, dass diese Copyright Information direkt in den Body deiner Seite eingetragen wird und somit als Content wahrgenommen werden kann. Am häufigsten wird das Copyright in die Fußzeile (Footer.php) einer WordPressinstallation eingetragen.

Description – Obwohl dieses Meta-Tag seinen Nutzen bezüglich der Suchmaschinenpositionierung völlig eingebußt hat, wird er noch immer sehr häufig benutzt. Mit dem Description-Tag werden die einzelnen Phrasen editiert, welche eure Seitentitel auf den Ergebnisanzeigen der einzelnen Suchmaschine, mit darunter liegenden Zusatzinformationen verorgen. Der Description-Tag ist also die kurze Information, welche bei Google unter den Seitentiteln aufgeführt wird.

Designer – Das selbe wie der Author and Copright Tag. Die Informationen sollten auf der Webseite selbst dargestellt werden.

Distribution – Falls eine Webseite nur für den internen Gebrauch zügänglich gemacht werden soll, so ist die robots.txt oder der robots meta tag die geignete Mehtode dies zu bewerkstelligen. Dieser tag hier ist jedenfalls mehr als unnötig.

Expires – Falls ihr Content auf euren Webseiten bzw. Blogs habt, der nach einer gewissen Zeit nicht merh von den Suchmaschinenbots berücksichtigt werden soll, kann dieser Tag durchaus sinnvoll sein. Legt darin die „Gültigkeitsdauer“ einer Seite fest. Für Blogger ist dieser tag allerdings uninteressant.

Generator – Dieser Tag wird auschlißelich von Homepagebaukästen genutzt um auf die Generierung einer Webseite mittels Software zu verweisen. Es ist also völlig sinnlos diesen tag von hand zu editieren.

GoogleBot – Falls ihr das Bedürfnis habt einer speziellen Suchmaschine besondere bzw. spezielle Informationen zu verpassen so könnt ihr dies mit diesem tag durchführen.

Keywords – In der Vergangeheit war dieses Meta-Tag äußerst mächtig und bedeutungsvoll. Als die bedeutung der Meta-Keywords noch ausschlaggebend für die Suchmaschinenplatzierung war, wurde dieser Tag mit Keywords überladen, ja regelrecht „zugespammt“. Heute haben die Keyowrds keinen wirklichen Einfluss mehr auf die SERPS (jedenfalls bei Googleund Co.), aber dennoch werden sie im Allgemeinen noch immer zahlreich verwendet. Falls auch ihr sie verwenden wollt, so überfüllt dieses tag keineswegs mit Keywords!. Weniger ist mehr.

MSNBot – Siehe Google-Bot

Owner – Siehe Author-tag

PICS-Label – Siehe rating meta tag.

Publisher – Siehe generator meta tag.

Rating – Bei den ganzen Webstandards wäre es durchaus wünschenswert, dass dieser tag tatsächlich genutzt würde. Wie auch immer,, die Seiten, welche ein rating mit „Mature“ oder „districted“ beinhalten sind spärlich gesät. Lasst das Rating eurer Seite doch für sich selbst sprechen.

Refresh – Falls ihr eine Weiterleitung auf andere Seiten bauen müsst benutzt sog. 301-Weiterleitungen. realisiert ihr diese anhand des refresh-tags wird dies zumeist als Spam beurteilt. (Siehe Artikel Domainumzug)

Reply-To – Siehe author meta tag.

Robots – Ihr könnt natürlich auch die robots.txt Datei dafür verwenden, dass nicht alle Dateien und Verzeichnisse eurer Webseite von den Crawlern und Bots einer Suchmaschine indexiert werden. Mehr zu robots.txt findet ihr hier

Subject – Euer Titel Tag sollte einen Einblick über den Inhalt eurer Seite gewähren. Dafür einen extra meta-tag zu gebrauchen wäre sinnlos.

Title
– Gebt euch nicht mit dem meta-title tag ab, denn mit dem gewöhnlichen Title Tag könnt ihr viel besser und „valider“ euren Webseitentitel definieren.

Unavailable-After – Glaubt es oder nicht, aber dieser tag ist brand neu und wird sogar von Google unterstützt. Warum jedoch Google nicht das expires meta tag verwendet, kann von niemanden beantwortet werden.

10 Kommentare

  1. Torsten Juni 7, 2008 4:37 pm 

    Laut Radio4Seo ist wohl nur das ‚Description‘-Metatag für Google interessant. Aber auch abseits des Interesses von Google, halte ich nahezu alle Tags für wichtig. Ich müsste wohl bei mir auch noch einiges ergänzen.
    Danke für die Aufzählung und Erklärung der einzelnen Tags. 🙂

  2. Gerhard Spannbauer Juni 9, 2008 7:55 am 

    Vielen Dank für diese gute und doch recht umfassende Zusammenstellung, die auch mir als Einsteiger weiter hilft. Alles verstehe ich nicht, aber es sind einige Punkte dabei, die ich in meinem Blog integrieren werde.

  3. René Juni 13, 2008 7:34 pm 

    Ist ja hochinteressant: „Unavailable-After“. Was bewirkt dieser Tag denn genau? Wird damit Google mitgeteilt, dass die Seite nicht mehr indexiert werden soll oder was? Das käme in diesem Falle ja einem zeitgesteuerten „noindex“ gleich!? Wie sieht denn die Deklaration nach dem Tag aus? Datumsangabe? Welches Format? Dann würde ich nämlich mal einen Testlauf machen…

  4. Bloggonaut Juni 13, 2008 8:19 pm 

    Mit dem „Unavailable After“ teilt man Google mit, bis zu welchem „Datum“ man die Indexierung einer Seite zulassen möchte.

    Also ab dem Beispielsweise 24.12.08 soll die Seite nicht mehr erreichbar sein.

    Dies würde dann als Meta-Tag so aussehen:
    META NAME=“GOOGLEBOT“ CONTENT=“unavailable_after: 24-Dez-2008 01:00:00 EST“

    Interessant ist dieser Tag besonders für Produkt oder Gewinnspielseiten, die saisonale Angebote beinhalten, die zu einem gewissen Zeitpunkt nicht mehr in Google erscheinen sollen.

  5. René Juni 14, 2008 2:07 am 

    Na das sind ja echt nützliche Infos! Vielen Dank!!

  6. Bloggonaut Juni 14, 2008 11:04 am 

    Gerne,
    immer wieder gern.

    Gruß

    Bloggonaut

  7. Psychic SEO September 13, 2008 11:38 pm 

    Wer kennt das nicht – die eigene Webseite kommt einfach nicht in die Serps – da kann es nur mit schwarzer Magie zugehen. Abhilfe schaffen hier die 5 neuen „protection-charm“-Metatags – weniger für die Suchmaschinen als gegen die bösen Zauber 😉

  8. Sandro Februar 27, 2009 10:52 pm 

    Hallo Bloggonaut,

    Besten Dank für die Auflistung, da hatte es
    doch ein zwei Tags die ich noch nicht kannte.
    Nützliche Info 🙂
    Was isch schade finde und etwas strange ist dass du denn Kommentaren ein „nofollow“ tag gibst.
    Mit einem dofollow hättest du sicherlich mehr Kommentare und die Leser etwas link juice.

    Grüsse aus Bern

    Sandro

  9. Sebastian August 4, 2009 3:40 am 

    Wäre nett einen kleinen Trostpreis für mitarbeit an diesem Blog zu bekommen. Ich hänge mich dem Kommentar von Sandor an.

  10. Jonas August 5, 2009 12:14 am 

    Hi Ihr,

    @Sandro: Das Tag habe ich nicht extra gesetzt, das war so „eingebaut“, nur habe ich da nie etwas geändert (auch aus dem Grund, weil es mir vor einiger Zeit erst aufgefallen ist).

    Ich habe auch dann nichts unternommen um Linkspammer etwas abzuschrecken, die mit oft unnützen Kommentaren versuchen ihre SEO Links zu platzieren.

    Es gibt aber ein nettes Plugin, das bei einer gewissen Anzahl von Wörtern einen Kommentar auf do-follow setzt. Werde es demnächst antesten.

    Gruß
    Jonas

Schreibe einen Kommentar