19.06.2008 | Autor: Andreas
Einige mir bekannte Blogger klagen nicht nur in Hypezeiten über einen zu langsamen Seitenaufbau ihres WordPress Blogs und bemängeln zu meist die Performance einzelner Webhoster. Natürlich spielt die Rechen- und Anbindungsleistung des jeweiligen Webhostingservices eine entscheidende Rolle in punkto Performance einer Webseite, aber für durchschnittlich 7 Euro im Monat kann man nicht eine “Mörderhardwareausstattung” und endlose Bandbreiten erwarten.
Hat man nicht das nötige Kleingeld um die hardwarespezifischen Verbesserungen zu bezahlen, so muss man sich andere Lösungswege überlegen, durch welche man die Performance seines Blogprojekts steigern kann.
Funktion und Gebrauch
Natürlich gibt es, wie für so viele andere WordPress Probleme ein geeignetes Plugin, welches die Seitenaufbaugeschwindigkeit enorm verbessert und den Rechner des Webhosters zudem entlastet. Der Name des Plugins, welches ich euch im Zuge dieser Problematik vorstellen möchte lautet wp_cache und ist meines Wissen in der Bloggosphäre stark verbreitet.
WorPress hat bereits eine sehr performante Code- und Datenbankstruktur und dürfte bezüglich der Geschwindigkeit für die meisten kleineren Blogprojekte auch ohne ein zusätzliches Plugin ausreichen. Bemerkt der geneigte Blogger jedoch regelmäßige Engpässe und Geschwindigkeitseinbußen innerhlab des Seitenaufbaus – dies kann an einem erhöhten Besucheraufkommen liegen, aber auch durch weitere Hostingprojekte des Webhosters auf ein und demselben Server ausgelöst werden – , so kann er ohne kostenintensive “Hostingpaketerweiterungen” dieses frei erhältliche Plugin zur Performancesteigerung verwenden.
WP_Cache speichert die Seiten eures Blogs in frei definierbaren Zeitabständen innerhalb einer statischen Datei auf eurem Webserver. Das Plugin stellt dann euren Besuchern den Blog nicht anhand einer dynamischen und rechenintensiven Datenbankabfrage dar, sondern bedient sich der statischen Daten der zuvor gespeicherten Datei. Die Datenbank wird nur noch, entsprechend der definierten Abstände ausgelesen und wie zuvor beschrieben als statische Datei auf dem Server abgelegt. Dies erhöht drastisch die Zugriffsgeschwindigkeiten auf euer Blogprojekt.
Natürlich gibt es, wie in jedem Plugin, Konfigurationsmöglichkeiten, die ihr für WP_Cache auch in jedem Falle nutzen solltet, da ihr ansonsten ein enormes Optimierungspotential verschenkt. Sinvolle Einstellungsmöglichkeiten könnt ihr dem informativen Posting von bueltge.de entnehmen, der sich bereits in der Vergangenheit mit WP_Cache beschäftigt hatte.
Links:







15 Kommentare
Schöner Beitrag.
Ich habe auch schon 2-3 mal überlegt, dieses Plugin auf meiner Seite zu aktivieren.
Jedoch habe ich Bedenken, dass aktualisierungen auf meiner Seite da eventuell “verschluckt” werden könnten.
Ich meine, die Seite ist ja nicht umsonst dynamisch und eben nicht statisch.
Hat jemand ähnliche Befürchtungen oder kann mich dahingehend beruhigen?
Hi Geby,
als einen gewissen Dynamikverlust verzeichnet man schon. Vor allem für Blogs mit erhöhtem Kommentaraufkommen und “Livestatistiken” kann es zu kleineren Nachteilen kommen.
Du kannst ja aber mit Hilfe dieses Plugins das Intervall für eine Datenbankabfrage frei wählen.
Natürlich ist es immer eine Entscheidung zwischen Performance und Dynamik.
Diese muss man treffen. Aber ein Test kann ja nicht schaden. Zuvor ein Backup deines Blogs gemacht und schon kann es losgehn.
Wirklich ein schöner Beitrag.
Ich hätte jedoch gleich das WP-SuperCache-Plugin vorgestellt, da es die Funktionalität des WP-Cache-Plugins und noch einige Features darüber hinaus.
@Geby: Also ich kann mich bis jetzt nicht beklagen. Normalerweise sind die Caching-Plugins so intelligent, dass sie beim Posten eines Beitrags oder nach dem Erscheinen eines Kommentares, die Seite neu Cachen und so den Besuchern eine aktualisierte Version zur Verfügung stellen.
Ich weiß allerdings nicht, ob das auch für Werbung à la AdSense funktioniert oder ob dort dann immer die gleiche Werbung gezeigt wird.
Generell kann ich es jedoch empfehlen.
Hi Torsten,
danke für den Tipp für SuperCache. Werde ich mir mal ansehen. hab bis dato davon noch ncihts gehört.
WP-Super-Cache kannte ich auch schon vom hören sagen.
Ich werde wohl mal abwarten, bis ich selbst die Notwendigkeit zu einem solchen Plugin erkenne.
Bisher ist das bei mir glaue ich noch nicht der Fall.
Bei mir geht die Seite auch noch ohne Plugin recht flott. Und solche Kommentarorgien, wie gerade eben (Ist ja fast icq mäßig) wären damit nur schwer möglich.
Aber, dass die Seite so schnell ist, verdanke ich alleine dem Schweizer Webhoster, der selbst bei Gina Lisa nicht schlapp machte. Muss man ja mal sagen
Was hattest du denn bei Gina für unique Zugriffe am Tag?
In der spitze?
Laut Bloggerei so ca. 12K und laut Analytics 11k an einem Tag.
Ist nicht soo viel, aber bei anderen Blogs auf ähnlichen Hostern haben sie da schon die “Datentüren” geschlossen
Respekt, davon bin ich ich weit entfernt
Nunja, der 12k Peak war und ist ja eigentlich wertlos, wenn man es so möchte und reine SEO-Hype-Spielerei. Ganz nett wenn man dadurch den traffic kurzfristig erhöhen kann, aber Leser und Stammbesucher gewinnt man dadurch eher weniger.
Das ist klar. Aber es zeigt wie gut dein Blog bei den Suchmaschinen ankommt.
Außerdem sind 500 – 1000 Besucher zu normalen Zeiten auch eine Hausnummer für einen Blog.
Das stimmt auch wieder. Danke übrigens für die Blumen.
So bin dann man weg und auf dem Weg zur evtl. letzten deutschen EM Party im Jahre 08
Also Daumendrücken!!
Ich nutze diese Plugin noch nicht, da die Besucheranzahl auf meinem Blog noch recht übersichtlich ist. Aber gut zu wissen welche Plugins es so gibt, aufjedenfall wieder ein guter Artikel
Wenn mein Blogtraffic eines Tages aus allen Nähten platzt werde ich es mir nochmals genau überlegen
Ich brauche das Plugin auch nocht nicht. Was haltet ihr denn von WP SuperCache?
lg
Hi,
guter Beitrag zu wp-cache. Gelungen.
Würde aber das neuere wp-super-cache plugin von Donncha immer wp-cache vorziehen.
Lieber super-cache plugin als wp-cache2, sven.
liebe Grüße und schöne neue woche,
Chris