Die 6 wichtigsten Zahlen für Blogger

Feedleser
Google besitzt nun auch eine sehr akkurate Kenngröße für die Qualität und die Beliebtheit eines Blogs. Der Feedburner-Counter bezüglich der Feedabonnenten ist eine „harte Währung“ geworden, wenn es darum geht Blogs miteinander zu vergleichen und Rückschlüsse auf deren Reputation zu ziehen. Auch ich muss mir eingestehen, dass ich vorrangig Blogs abonniere, die auch eine gewisse Anzahl an Feedlesern besitzen, da ich mir hierdurch irgendwie einbilde, dass solche Blogs doch qualitativ hochwertig sein müssten.
Benutzt ruhig den Graphen innerhalb eures Feedburneraccounts oder auch solche Tools wie dieses hier, um tiefer in die Analyse eurer „Feedstats“ vorzudringen. Herrscht gerade ein Aufwärtstrend? Bist du glücklich mit der Anzahl deiner Feedleser oder möchtest du mehr Leser gewinnen?

Seitenaufrufe pro Besucher
Das „Userengagement“ und die Anzahl der Seiten, die ein einzelner Besucher aufruft sind extrem wichtige statistische Daten für einen Webadmin. Falls alle deine Leser bzw. Nutzer schon bereits nach 30 Sekunden und 1-2 besuchten Webseiten deinen Blog verlassen, so ist dies doch ein Indiz dafür, dass du deinen Content ein wenig „verbessern“ und „aufwerten“ solltest.

Unique Besucher pro Tag
Die Lieblingszahl vieler Blogger ist die Zahl der uniquen Besucher / Tag. Gewöhnlicherweise ist dieser Wert für die meisten Websites eher statisch, aber für Blogs sind durchaus Schwankungen zwischen 500 Nutzern an einem Tag und 50.000 Besuchern an einem anderen nicht unbedingt selten. Betrachtet euch einmal die Stats für Tage, welche keinen ungewöhnlichen „Peak“ aufweisen und versucht anhand derer Trends zu erkennen. Nimmt die Besucheranzahl generell zu oder ebbt das Besucheraufkommen eher ab? Genial wäre natürlich ein stetig ansteigender Besuchertrend.

Referrals von Google pro Tag
Darauf zu achte, wieviele Leute den Weg zu deinem Blog über die Suchmaschine Google finden, ist die beste Art eure SEO-Maßnahmen zu überprüfen bzw. zu analysieren. Checkt auch wie sich bei diesem Wert der Trend eures Blogs entwickelt und durch welche Keywords ihr besondere „Trafficpeaks“ erzeugt. Ein signifikanter Abwärtstrend ist unter Umständen ein mögliches Indiz dafür, dass die große Suchmaschine Google das „Vertrauen“ (trust) in euren Blog verliert. Dem solltet ihr durch die Einhaltung der Googlerichtlinien und einem vernünftigen Linkaufbau entgegenwirken.

Technorati Authority und Ranking
Technorati ist einer äußerst akkurate Methode um herauszufinden, wieviele und welche Blogs über eure Artikel in den letzten 6 Monaten te berichnten und schrieben. Versichert euch, dass euer Technoratirang sich stetig verbessert und dass euer Blogprojekt stets von anderen Bloggern „kommentiert“ wird.

Durchschnittliche Anzahl an Kommentaren pro Blogpost
Ich glaube hierfür brauch es nicht wirklich eine Erklärung, oder?

Selbstverständlich gibt es noch eine Vielzahl anderer Kenngrößen, mit denen man die „Qualität“ eines Blogs „objektiv“ messen kann, aber für mich sind diese 6 metrischen Einheiten ein markants Indiz für die Etablierung eines Blogprojekts innerhalb der Bloggosphäre. Klar entscheiden nicht nur die Zahlen über gute oder schlechte Blogs, aber sie geben einem Außenstehenden die Möglichkeit einen Blog in gewisser Weise einzuschätzen und zu „bewerten“. Vor allem bezüglich einer Direktvermarktung dürften diese Werte zunehmend an Bedeutung gewinnen. Was meint ihr?

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9 Kommentare

  1. Monika August 1, 2008 9:12 pm 

    habe ich viele Feedleser, habe ich viele Stammleser,

    diese lesen wohl täglich und daher jeweils nur einen Artikel, weil die anderen haben sie ja alle schon gelesen…

    wie kann dann – so ganz pragmatisch und (Hausfrauen) logisch, die Anzahl der aufgerufenen Seiten ein Indiz für die Wichtigkeit des Blogs sein?!

    habe ich wenige Stammleser, dann mag die Anzahl der aufgerufenen Seiten ein Indiz sein, aber auch nur dann, wenn mein Blog Inhalt anbietet der nicht tagesaktuell ist –welchen Newsjunkie Blogleser interessieren die News von gestern?

    lg
    Monika

  2. Bloggonaut August 2, 2008 12:38 am 

    Hallo Monika,

    vielen Dank für dein Feedback. Ich muss dir da aber leider etwas widersprechen.

    Ein guter Blog hat eben nicht nur viele Stammleser sondern auch viele Besucher (neue Besucher), welche über Google und Co. auf das Webprojekt gelangen. Diese verursachen dann wiederum Seitenaufrufe, welche evtl. nicht von den Stammlesern ausgehen. Ein so einfaches „Schwarz – Weiß“ gibt es leider nicht, wie du es da gerade vorstellst. Auch schauen die stammlesern gerne bei den alten Artikeln vorbei und kommentieren diese. Auch dies löst Pageviews aus.

    Also ein Zusammenspiel dieser Zahlen ist schon ein Indiz für einen hochwertigen Blog. So jedenfalls meine Meinung.

  3. Justin August 2, 2008 12:35 pm 

    Ich denke mal der Aufbau von Stammlesern ist mit das wichtigste, da kommt es noch nicht mal drauf an ob nun 1000 Leute das Blog täglich „neu Besuchern“ oder 100 Leute das Blog täglich „neu Besuchen“, wenn man gute Stammleser hat und wenn es nur 100 Leute sind hat man schon eine sehr gute Stammleserschaft die vielleicht auch mit Kommentieren…

    Guter Artikel…

  4. Monika August 2, 2008 4:00 pm 

    hi

    Gesetz den Fall man mag mit Werbung Geld verdienen, – was ja unter SEOs so hie und da vorkommen könnte –

    dann könnte die lange Verweildauer am Blog auch bedeuten, dass die Leser die Werbung nicht gleich gefunden haben …;)

    die von Dir genannten Parameter gehen von einem ganz bestimmten Blogtypus aus – den aber gar nicht jeder mag – für mich ist interessant wie oft die Kontaktseite aufgerufen wurde und wie diese Aufrufszahl im Verhältnis zu den eingegangenen Anfragen steht.

    In einem Blog wo viel kommentiert wird, sagt die Zeit des Aufenthaltes nicht wirklich viel aus – außer, dass eben viele Kommentare getippt werden,

    Für mich klingen Deine 6 Punkte oben sehr Schwarz -Weiß – es können Parameter sein, aber sie sind nicht allgemeingültig.

    lg

  5. Monika August 2, 2008 4:01 pm 

    upps beim wegsenden des Kommentars kam ein error 500- sei so gut und schau nach und damit entschuldige ich mich gleich für den Doppelkommentar

    lg

  6. Bloggonaut August 2, 2008 6:21 pm 

    Hi Monika,

    da gebe ich dir recht, denn dies habe ich auch versucht mit dem letzten abschnitt zu verdeutlichen. Dass diese Zahlen oder Parameter natürlich noch durch weitere ergämzt werden können und nicht für alle Blogs gilt:

    „Selbstverständlich gibt es noch eine Vielzahl anderer Kenngrößen, mit denen man die “Qualität” eines Blogs “objektiv” messen kann, aber für mich sind diese 6 metrischen Einheiten ein markants Indiz für die Etablierung eines Blogprojekts innerhalb der Bloggosphäre. Klar entscheiden nicht nur die Zahlen über gute oder schlechte Blogs, aber sie geben einem Außenstehenden die Möglichkeit einen Blog in gewisser Weise einzuschätzen und zu “bewerten”. Vor allem bezüglich einer Direktvermarktung dürften diese Werte zunehmend an Bedeutung gewinnen.“

  7. UsualRedAnt August 4, 2008 12:16 pm 

    Ola!

    Nach meiner Erfahrung sind weniger die absoluten Werte der von Dir als „Qualitätsmerkmal“ ausgemachten Kriterien wichtig, als vielmehr deren Entwicklung/Tendenz.

    Neubloggern zu sagen, dass die Technorati-Authority entscheidend und das 500 Blogleser ein Klacks sind, wird nicht wenige desillusionieren. Ob man mit zwei-, drei- oder gar fünfstelligen Besucherzahlen rechnen „darf“, ist ja in erster Linie eine Frage des Themas. Für Süßwasseraquarien interessieren sich nunmal deutlich weniger als für Nackedeifotos 😉

    Die Anzahl der Feedburner-Leser gehört aus meiner Sicht überhaupt nicht in Deine Liste. Ich zum Beipsiel lese eine Reihe Feeds, ohne dass Google darüber Bescheid weiß und meine Beiträge wandern auch nicht in den Google-Feedburner. Warum sollte ich den auch nutzen, wenn ein Feedabo heutzutage in fast allen Brwosern nur einen Klick entfernt ist?

    Mit hanfigen Grüßen
    Steffen

  8. Alex August 6, 2008 3:05 am 

    Ein ausführlicher Artikel und die Faktoren, die du angeführt hast, reichen wohl in der Tat aus, um auf den ersten Blick festzustellen, wie weit ein Blog im Internet reicht.

    Aber bei neuen Blogs kann man es nicht anwenden und zum Zweiten ist das Blogthema auf jeden Fall für diese Aspekte ziemlich relevant. Allgemeine Blogs werden in Regel so oder so mehr verlinkt und haben einen höheren Besucherstrom.

    Ansonsten ist doch schon mal interessant, inwie- fern sich die Entwicklung dieser Aspekte nach 2 oder 3 Jahren des Bloggens verändert. Aber Erfolg eines Blogs lässt sich im Groben damit messen, das gebe ich zu.

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