Die Gefahr der WordPress-Updates

WordPress LogoIn den letzten zwei Wochen erschienen kurz hintereinander zwei WordPress-Updates: Zuerst die Version 3.0.2, anschließend folgte sechs Tage später das Update auf die 3.0.3 von WordPress. Ein Klick im WordPress-Backend und schon ist der Blog auf dem neusten Stand, oder der Blog wurde ins jenseits befördert…

Nicht immer funktioniert alles so wie man es sich wünscht und auch wenn tausende Blogger vom erfolgreichen Update berichten, muss dies nicht sofort heißen das dass Update auch auf dem eigenen Webspace oder Server reibungslos verläuft. Vor einem Datenverlust ist niemand sicher, und vor allem wenn man durch ein Update auf die WordPress-Dateien zugreift, sollte man mit Vorsicht vorran gehen. Ein Backup ist also Pflicht vor jedem WordPress-Update.

Es kommt nicht auf die Größe oder den Umfang des Updates an und auch nicht darauf, welche Dateien aktualisiert werden. Ich selber habe mir schon einen Blog per Update zerschossen und verlor sämtliche Inhalte, die ich mühselig erstellt habe. Sicher vor einem Datenverlust ist man nur, wenn vor dem Update ein gründliches Backup erstellt wurde. Auf meinem eigenen Blog regel ich die Backups mit dem Plugin WordPress Database Backup, welches mir viele Freiheiten und Entscheidungen lässt.

Mit dem WordPress Database Backup Plugin kann ich nicht nur einfach ein Backup meiner Datenbank erstellen, sondern dieses mir auch per E-Mail zukommen lassen. Diese Einstellung ist dann interessant, wenn man das Plugin so einstellt, das die Backups automatisch erstellt werden. Den Intervall für das automatische Backup lässt sich dabei auch einstellen:

  • Einmal pro Stunde
  • Alle sechs Stunden
  • Zweimal täglich
  • Täglich
  • Einmal täglich
  • Wöchentlich

Neben den Standard Datenbanktabellen von WordPress lassen sich auch die Tabellen und deren Inhalte der installierten Plugins sichern. Für Nutzer die nicht ständig ein Update auf dem hauseigenen Computer speichern möchten, besteht die Möglichkeit der Speicherung auf dem Server. Doch Vorsicht: Bei einem Servercrash ist auch das Backup verloren!

Das es bei einem Update von WordPress zu Problemen kommen kann, hat uns die Vergangenheit gezeigt. Auch nach gründlicher Testphase der Entwickler, kommt es bei WordPress-Nutzern gerne zu Problemen. Das liegt zum Großteil daran, das Nutzer auf mehr Plugins setzen um ihre WordPress-Blogs zu individualisieren. Nicht immer spielt ein Plugin mit dem aktuellen Update zusammen und sorgt so für Fehler im Blogsystem. Daten gehen dabei zwar seltener Verloren, passieren tut es aber immer öfters.

Wer sich vor einem Verlust der kompletten Daten (Inhalte, Themes, Grafiken, Bilder,..) schützen möchte, sollte neben dem Datenbank-Update auch seine Dateien von Webspace oder Server sichern. Am einfachsten geht das mit dem Download per FTP-Programm. Mit der Zeit häuft sich zwar die Anzahl der Daten, allerdings ist man so vor einem kompletten Verlust geschützt und kann den Blog schnell wieder zum Leben erwecken. Wichtig ist, das Backups auch dann gesichert werden, wenn der Webspace- oder Server-Anbieter automatische Backups verspricht. Diese sind nicht immer zu 100% zuverlässig und können auch mal verloren gehen. Beim Backup sollte man nicht scherzen, hier lieber getreu dem Motto „Selbst ist der Mann“ arbeiten.

Bildquelle: WordPress-Logo (c) WordPress

4 Kommentare

  1. Tom Dezember 15, 2010 5:39 pm 

    Stimme dir voll und ganz zu. Vor jedem Update kann ich auch nur Raten ein Sicherheitsupdate seiner Daten zu ziehen. Wenn man 10 Beiträge hat ist der Verlust vielleicht nicht so schlimm. Doch ich habe Blogs mit mehr als 2500 Beiträgen online. Hier hätte ich einen gigantisch großen finanziellen Schaden. Sichern ist hier die oberste Devise. Ich empfehle euch sowieso regelmäßig eure Beiträge und auch die Bilder eines Blogs zu sichern. Nur so ist man vor Datenverlust geschützt.

  2. Henry Dezember 16, 2010 4:17 pm 

    Also ich hatte nach dem Update „nur“ das Problem dass alle WordPress Dateien vom Standart-Theme im Originalzustand waren, sprich der im Footer reineditierte „Impressum“ Link gabs nicht mehr – auf 20 Seiten…

  3. Crazy Girl Dezember 18, 2010 6:21 pm 

    Ein Backup, nicht nur der Datenbank, sondern des ganzen Systems, ist natürlich vor jedem Update Pflicht.
    Ich habe je mehrere Blogs und vor dem ersten Backup fahre ich einen der größeren Blogs auf einen Testaccount und mache dort erst mal den Backup – sozusagen als Testversion. Geht dort alles klar, mache ich mich ans Lifesystem. Aber nie ohne die entsprechenden Backups 😉

  4. s1ck Juli 4, 2011 6:25 pm 

    Es ist der Alptraum eines jeden Homepage- bzw. Blogbesitzers:
    Der Ausfall eines Servers, der Verlust von Daten.

    Es klingt vielleicht etwas paranoid, aber ich habe einen eigenen Backup-Plan aufgestellt, nach dem „Son-Father-Grandfather“ Prinzip.

    Amazon s3 kann da sehr nützlich sein, weniger große Daten speichere ich auch auf DVDs.

    Vor einem Update erst recht.

    gruß,
    s1ck

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