Die Wahrheit über Artikelverzeichnisse: Google enthüllt!

Suchmaschinen - Bild bei dANCE-pHOTOS.deAb und an lassen sich die Experten bei Google doch über die Schulter schauen und veröffentlichen auf ihrem Firmenblog in unzyklischen Abständen ein paar Geheimnisse, die früher nie das „Licht des Internets“ erblickt hätten. Einer dieser unzyklischen Tage ist mal wieder zufällig heute und der offizielle Google Blog lüftet die Geheimnisse rund um die Bewertung von Artikelverzeichnissen.
In der Vergangenheit und im Zuge des letzten PageRank-Updates mussten einige dieser Verezeichnisse herbe Rückschläge bezüglich des Suchmaschinenrankings in den Google SERPS verezichnen. Warum dies so ist und wie man einer Abwertung innerhalb eines Artikelverzeichnisses entgegenwirken kann, erfahrt ihr zum einen, wie bereits erwähnt im offiziellen Google Blog und zusammengefasst mal wieder hier.

Laut Google erfüllen derzeit die meisten Artikelverzeichneisse die Qualitätserwartungen des Suchmaschinengiganten nicht und werden daher rigeros abgestraft. Sie böten den Internetusern keinen nennswerten Nutzen bzw. keinen relevanten Content an.

[…]sie enthalten weder genügend sinnvolle Einträge noch bieten sie irgendeinen redaktionellen Service, um aus unserer Sicht als befriedigende Suchergebnisse für unsere User zu gelten.“ (Google Blog)

Aber es geht auch anders. Natürlich erlaubt Google die Erstellung von Artikelverzeichnissen und bewertet diese unter Umständen sogar positiv. Allerdings müssen diese dann auch einige Richtlinien erfüllen um ein besseres Ranking in den SERPS erzielen zu können. Welche Richtlinien dies sind, habe ich euch hier zusammengestellt:

  • „Wählt ein klares Thema für euer Verzeichnis: Versucht, Informationen über ein bestimmtes Nischenthema anzubieten, welches euch und euren Usern am Herzen liegt – je allgemeiner ein Verzeichnis ist, umso schwieriger ist es, ein durchgehend hohes Qualitätsniveau zu halten.
  • Erstellt eine gute Struktur mit themenrelevanten Kategorien, und sorgt dafür, dass diese auch relevante Einträge enthalten: Eure User werden sich darüber freuen, wenn sie auf einen Blick erfassen können, welche Themen ihr in dem Verzeichnis abdeckt, und sie dann auch tatsächlich die gesuchte Information in den entsprechenden Kategorien vorfinden.
  • Stellt die Qualität sicher, indem ihr organische und gut editierte Einträge und Beschreibungen anbietet: Nehmt euch die Zeit die Einträge, die Leute euch für den Webkatalog zuschicken, zu überprüfen – sorgt dafür, dass sie zum Thema passen und euren Usern nützen. Falls ihr alle Beiträge mit ungenügender oder ganz ohne redaktionelle Überprüfung akzeptiert, oder falls die URLs „spammy“ sind, kann dies die Qualität des Verzeichnisses negativ beeinflussen. Stellt euch immer die Frage: Würde ich selbst zufrieden sein, falls ich diesen Eintrag in einem Webkatalog finde?
  • Überlegt, wie ihr einen Mehrwert schaffen könnt: Ihr müsst nicht gezwungenermaßen dort aufhören, wo euer Webkatalog endet – vielleicht lohnt es sich darüber nachzudenken, wie ihr Usern zusätzliche Informationen über das spezielle Thema anbieten könnt, wie beispielsweise durch zusätzliche Beiträge oder einen Blog – eventuell möchtet ihr ihnen auch die Möglichkeit geben, in einem Forum zu diskutieren. “ (Google Blog)

Auch legt Google den einzelnen Betreibern von Artikelverzeichnissen ans Herz die Monetarisierung eines solchen Artikelverzeichnisprojektes hinten an zu stellen, denn der Content sollte, nicht nur bei solch einem Projekt die höchste Priorität genießen. Es ist jedoch vollkommen in Ordnung, wenn man Werbung und degelichen in solchen Projekten platziert, sofern das Verhältnis zum Content stimmt.

Sicher ist es in Ordnung, wenn ihr Geld mit eurem Webkatalog verdient, solange ihr auch überzeugenden und guten Content für User anbietet.

Auch zum Thema backlink melden sich die Googleentwickler zu Wort und verweisen auf eine freiwillige Implementierung der BAcklinkfunktion seitens der User.

Wir empfehlen, es euren Usern zu überlassen, ob sie einen Link zu eurer Site setzen möchten, anstatt einen Backlink zu eurer Site zu einer Bedingung für die Aufnahme in eurer Verzeichnis zu machen. Linktausch mit dem Ziel, das Ranking in Suchmaschinen zu manipulieren, verstößt gegen unsere Richtlinien für Webmaster.“

Also eine Backlinkpflicht wird, falls sie von den Googlebots entdeckt wird, unter Umständen abgestraft. Überlasst es also lieber den Benutzern, ob ein Backlink gesetzt wird oder nicht. Ist euer Artikelverzeichnis gut, so werden die Links nicht lange auf sich warten lassen.

Mal wieder ein kleines Geheimnis des Suchmaschinenbetreiber seitens Google gelüftet. Weiter so! Die gewünschte Transparenz bezüglich der Bewertungskriterien erhält langsam ein Gesicht und ermöglicht der Öffentlichkeit eine objektiveren Umgang mit der Suchmaschine.

Bildmaterial: ©dance-photos.de / pixelio.de

23 Kommentare

  1. Kein Artikelverzeichnis Juni 2, 2008 9:15 pm 

    Ich habe mir mit meinem Artikelverzeichnis, vor allem was den Inhalt anbetrifft, immer große Mühe gegeben. Von Google bekomme ich nur noch einen PR 0 und das steht in keiner Relation mehr zu dem Aufwand, den die Sichtung der Artikel macht. Viele „Service-Agenturen“ reichen Artikel ein, die fast zeitgleich in 10 bis 30 anderen Verzeichnissen ebenfalls eingereicht wurden.
    Interessanterweise ranken einige Artikel sehr gut in den Suchergebnissen. Naja, ein Trost ist es nicht.
    Bei dem vielen Artikel-Spam ist es kein Wunder, dass bereits Verzeichnisse nur noch bei Spenden Artikel veröffentlichen.

  2. Wulffy Juni 4, 2008 12:21 pm 

    Eigentlich geht es sich in der Quelle um Webkataloge und nicht um Artikelverzeichnisse.

  3. Bloggonaut Juni 4, 2008 12:27 pm 

    Sind doch ähnliche Sachen. Webkatalog oder AVZ nimmt sich nicht viel. Die meisten werden eh alle vollgespammt 🙂

  4. Absolutwebmaster Juli 1, 2008 9:18 am 

    Also ich habe mehrere Verzeichnis die alle gut ranken. Ich habe auch erkannt, dass die Tipps, die hier auch gegeben werden, von mir umgesetzt werden. Deshalb meine ich, dass man mit den Tipps hier ein Verzeichnis hinbekommt, ohne abgewertet zu werden.

  5. Patsche Juli 26, 2008 9:30 pm 

    Hi
    @admin
    also traditionell sind die Strukturen von Wks ganz anders als die von AVs. Braucht man ja nur mal die Linkstruktur vergleichen. Ein Webkatalog hat Kategorien und am ende immer Seiten mit ungefähr gleich viele externen Links zu unterschiedlichen Seiten, Standard ist die Überschrift verlinkt und dann kommen ca. 300 Zeichen Text… Im Av sieht das anders aus, da haste immer Seiten mit 2-5 Links, je nach Anbieter, meist auf eine Domain Unterseiten…

    Aber hasst natürlich recht, Zuspamen ist der einzige Sinn.

    Zum eigentlichen Blogartikel, schön geschrieben… Nur das die im Deutschen Google Blog knapp 1 Jahr für die Übersetzung aus dem englischen brauchen und das dann als Meisterleistung angepriesen wird finde ich schon heftig lol

    Den Beitrag gabs vor knapp einem Jahr schon mal, als das Wk sterben anfing. Bin mir im mom aber nicht sicher obs im google.com Blog stand oder in Matt Cutts Blog evtl. war es ein Interview mit Matt auf SeoFM. Stand unter einem Titel wie „Google zu Paid Directory’s“
    die Tipps waren die selben nur hald englisch.

    Sollte ich noch Zeit finden versuch ich die Quelle nochmal ausfindig zu machen und trage es dann nach.

  6. Benno aus Nürnberg Oktober 13, 2008 3:22 pm 

    Für die, die nicht wissen was Monetarisierung heißt, hier in einfachen Worten: Einem Prozess wird ein Geldwert zugewiesen bzw. Prozess wird in Geldwert umgerechnet.

  7. Google user April 29, 2010 12:34 pm 

    eines ist sicher .Ich habe viel nach Artikelverzeichnissen gesurft und kann sicher behaupten dass die meisten die ein Artikelverzeichnis wie einen Webkatalog aufgebaut haben oft abgestraft wurden .Da sind zig Kategorien die eigentlich überhaupt nicht relevant zueinander sind. Wie z.b. kategorie „Essen & Trinken“ und dann Kategorie “ Bauunternehmen“ .Kein Wunder dass die abgestraft werden. Dann lieber spezialisieren . Alle Kategorien die angelegt wurden relevant zu einem Thema erstellen.“ Essen & Trinken“ -> „Rezepte“ -> „Kochen“ -> „Backen“ -> Trinken usw…
    Es ist bestimmt ein herber Schlag für jeden Webmaster der hunderte Stunden Arbeit hineingesteckt hat und es hat nichts gebracht. Also wenn einer abgestraft wurde kann man immer noch wieder rein .Ändert wenn möglich eure Kategorien Themenrelevant
    Viel erfolg

  8. Jonas April 29, 2010 9:01 pm 

    Naja, bis auf eine Hand voll wirklich brauchbarer Artikelverzeichnisse, die auch einen Mehrwert bieten, ist das Thema hier in Deutschland wohl so gut wie tot. War eigentlich klar, das die ganzen Spam/SEO Artikelverzeichnisse irgendwann abgestraft werden…

  9. Daniele September 16, 2010 3:44 pm 

    Hey,
    sehr schöne Tipps und Tricks, die du uns da mit auf den Weg gibst. Ich muss sagen, hab auch schon in zig Verzeichnisse gepostet, und was zurück kommt ist nicht gerade vierlversprechend. Auch gibt es etliche Verzeichnisse, die aus mir bisher unbekannten Gründen keine Artikel mehr aufnehmen.
    Dass Linktausch gegen die rechte von Google verstößt finde ich etwas sinnlos, immerhin entstehen alle große Seiten und Aktionen durch Partnerschaften. Ich kann mir nicht denken, dass Google es anders getan hat, also wieso die Verwirrung? Ich kann mir nicht denken, dass es so viele Leute gibt, die das für Spam ausnutzen, ich meine denen bringt es im Endeffekt doch auch nix, da sie entweder nicht aufgenommen oder gleich ignoriert werden. Google sollte meiner Meinung nach etwas toleranter mit seinen Usern umgehen.

    So jetzt bin ich auch mal weg,nochmals danke für deine Posts, werde mir noch ein paar Tipps von dir jetzt anschauen und mit meiner eigenen Optimierung fortfahren.

    Gruß

  10. Timmy November 5, 2010 12:00 am 

    Ich habe auch kürzlich ein Artikelverzeichnis ins Leben gerufen. Hätte ich mir doch nur mal vorher diesen Artikel durchgelesen … 😉

    Vielen Dank für die Informationen!

  11. Internetuser Mai 10, 2011 5:50 pm 

    Vielleicht versuchen diese Experten einfach uns in die Irre zu ´führen um den Algorythmus so geheim wie möglich zu halten .Auch der Matt Cutts hat nie wirklich SEO optimiert in die eigene Suchmaschine.Also dass dies jetzt die Aufforderung sein soll um weiter AV´s zuzumüllen .No Way

  12. Notebook Ersatzteile Mai 30, 2011 7:11 pm 

    Die Info ist echt klasse. Überrascht mich total. Das mit der zu vielen Werbung stimmt wirklich. Die Meisten Artikelverzeichnisse sind voll mit Bannern und und Google-Anzeigen.

  13. Benzer Juli 8, 2011 12:01 am 

    Kann mir mal jemand sagen warum alle SEO nur Spammer sein sollen.So hab ich das schon oft mitgekriegt .Sobald ein Blogger sieht das man die Seite durch Links optimieren möchte oder wenn eine Marketing oder SEO Agentur hinter dem Link steckt wird der Link entwertet oder gar ganz Abgeschalten.Es gibt kaum ein Artikelverzeichnis dass mehr als Pagerank 3 noch hat .Aber das Internet ist voll von Aussagen dass der Pagerank überhaupt keine Relevanz für gute Suchmaschinenpositionen hat.

  14. Business Listings Oktober 12, 2011 4:28 pm 

    Zum eigentlichen Blogartikel, Schön geschrieben … Nur das die Deutschen im Google Blog Knapp 1 aus dem Jahr für die Übersetzungen englischen brauchen und das wird als Dann finde ich schon Meisterleistung angepriesen Heftig lol

  15. Markus Mai 30, 2012 1:46 pm 

    Ich habe bemerkt, dass die Artikelverzeichnisse nun nach dem Pinguin-Update so gut wie überhaupt nicht mehr ziehen. Selbst wenn man nach Sistrix-Wert und Xovi sortiert und nur noh die Besten nimmt, ist kaum noch Druck dahinter.

  16. Stanislav September 7, 2012 11:44 pm 

    Ich persönlich habe immer Probleme mit der Kategorisierung. Wann ist ein AVZ genau ein AVZ und wann ein Magazin, wann ein Blog? Ein offenbar wichtiges Kriterium für Google, die redaktionelle Kontrolle, kann man und wird ja auch in vielen AVZen umgesetzt. Gleichzeitig bieten viele Blogs die Möglichkeit an, Gastbeiträge einzureichen. Blogs scheinen bei Google ein besseres Image zu haben. Warum also nicht statt eines AVZes ein Blog zu einem bestimmten Themenbereich bauen, das Gastposts aufnimmt, die möglicherweise nicht von Tischtüchern und Gartenlampions handeln, um den Eindruck einer thematisichen Beliebigkeit zu vermeiden? Technisch gesehen sind AVZ und Blog ohnehin sehr ähnlich.

  17. Maria Juni 12, 2013 8:03 am 

    Inzwischen haben die Artikelverzeichnisse, glaub‘ ich, noch viel-viel mehr an ihrem Wert eingebüßt.

  18. Renet Benzer November 27, 2013 5:14 pm 

    Hi wie sieht es jetzt aus mit den Artikelverzeichnissen da jetzt eine Menge den Bach runtergelaufen ist seitdem hier darüber diskutiert wurde.Ich glaube das schlimmste kommt noch ..Google will uns an den Kragen..Wer kriegt das auch mit ? Würd mich auf deine Antwort freuen

  19. Frank November 30, 2013 2:20 am 

    Hallo,

    Artikelverzeichnisse sollten genutzt werden, so wie diese auch einmal gedacht wurden. Nämlich gute Artikel zu veröffentlichen. Leider wurden diese meist nur für den Backlinkaufbau genutzt, dafür waren diese ganz bestimmt nicht gedacht. Wer also etwas wichtiges mitteilen möchte, kann dieses ohne bedenken in einem guten Artikelverzeichnis auch tun, ohne Angst zu haben von Google abgestraft zu werden.
    Gruß Frank

  20. Eric April 9, 2014 5:48 am 

    Mit Artikel-Verzeichnissen ist nur wirtschaftlich sinnvoll. Sie haben Ihr Schreiben Ausgang aus Ihrer Forschung maximiert und setzen Sie Ihr Schreiben gibt, wo es für Sie arbeiten kann.

  21. Date April 29, 2014 10:58 am 

    Die Artikelverzeichnisse haben an Power verloren aber dafür bewirken nun die Social bookmark Seiten viel. Natürlich schadet es nicht, wenn man seine Seite in ein paar Verzeichnisse einträgt. Man sollte es jedoch nicht übertreiben, da Google dies sonst als Spam ansieht bzw. trotzdessen nicht besser rankt.

    Liebe Grüße

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