von Andreas am 02.06.2008
Die Wahrheit über Artikelverzeichnisse: Google enthüllt!
Ab und an lassen sich die Experten bei Google doch über die Schulter schauen und veröffentlichen auf ihrem Firmenblog in unzyklischen Abständen ein paar Geheimnisse, die früher nie das “Licht des Internets” erblickt hätten. Einer dieser unzyklischen Tage ist mal wieder zufällig heute und der offizielle Google Blog lüftet die Geheimnisse rund um die Bewertung von Artikelverzeichnissen.
In der Vergangenheit und im Zuge des letzten PageRank-Updates mussten einige dieser Verezeichnisse herbe Rückschläge bezüglich des Suchmaschinenrankings in den Google SERPS verezichnen. Warum dies so ist und wie man einer Abwertung innerhalb eines Artikelverzeichnisses entgegenwirken kann, erfahrt ihr zum einen, wie bereits erwähnt im offiziellen Google Blog und zusammengefasst mal wieder hier.
Laut Google erfüllen derzeit die meisten Artikelverzeichneisse die Qualitätserwartungen des Suchmaschinengiganten nicht und werden daher rigeros abgestraft. Sie böten den Internetusern keinen nennswerten Nutzen bzw. keinen relevanten Content an.
“[...]sie enthalten weder genügend sinnvolle Einträge noch bieten sie irgendeinen redaktionellen Service, um aus unserer Sicht als befriedigende Suchergebnisse für unsere User zu gelten.” (Google Blog)
Aber es geht auch anders. Natürlich erlaubt Google die Erstellung von Artikelverzeichnissen und bewertet diese unter Umständen sogar positiv. Allerdings müssen diese dann auch einige Richtlinien erfüllen um ein besseres Ranking in den SERPS erzielen zu können. Welche Richtlinien dies sind, habe ich euch hier zusammengestellt:
- “Wählt ein klares Thema für euer Verzeichnis: Versucht, Informationen über ein bestimmtes Nischenthema anzubieten, welches euch und euren Usern am Herzen liegt – je allgemeiner ein Verzeichnis ist, umso schwieriger ist es, ein durchgehend hohes Qualitätsniveau zu halten.
- Erstellt eine gute Struktur mit themenrelevanten Kategorien, und sorgt dafür, dass diese auch relevante Einträge enthalten: Eure User werden sich darüber freuen, wenn sie auf einen Blick erfassen können, welche Themen ihr in dem Verzeichnis abdeckt, und sie dann auch tatsächlich die gesuchte Information in den entsprechenden Kategorien vorfinden.
- Stellt die Qualität sicher, indem ihr organische und gut editierte Einträge und Beschreibungen anbietet: Nehmt euch die Zeit die Einträge, die Leute euch für den Webkatalog zuschicken, zu überprüfen – sorgt dafür, dass sie zum Thema passen und euren Usern nützen. Falls ihr alle Beiträge mit ungenügender oder ganz ohne redaktionelle Überprüfung akzeptiert, oder falls die URLs “spammy” sind, kann dies die Qualität des Verzeichnisses negativ beeinflussen. Stellt euch immer die Frage: Würde ich selbst zufrieden sein, falls ich diesen Eintrag in einem Webkatalog finde?
- Überlegt, wie ihr einen Mehrwert schaffen könnt: Ihr müsst nicht gezwungenermaßen dort aufhören, wo euer Webkatalog endet – vielleicht lohnt es sich darüber nachzudenken, wie ihr Usern zusätzliche Informationen über das spezielle Thema anbieten könnt, wie beispielsweise durch zusätzliche Beiträge oder einen Blog – eventuell möchtet ihr ihnen auch die Möglichkeit geben, in einem Forum zu diskutieren. ” (Google Blog)
Auch legt Google den einzelnen Betreibern von Artikelverzeichnissen ans Herz die Monetarisierung eines solchen Artikelverzeichnisprojektes hinten an zu stellen, denn der Content sollte, nicht nur bei solch einem Projekt die höchste Priorität genießen. Es ist jedoch vollkommen in Ordnung, wenn man Werbung und degelichen in solchen Projekten platziert, sofern das Verhältnis zum Content stimmt.
“Sicher ist es in Ordnung, wenn ihr Geld mit eurem Webkatalog verdient, solange ihr auch überzeugenden und guten Content für User anbietet.“
Auch zum Thema backlink melden sich die Googleentwickler zu Wort und verweisen auf eine freiwillige Implementierung der BAcklinkfunktion seitens der User.
“Wir empfehlen, es euren Usern zu überlassen, ob sie einen Link zu eurer Site setzen möchten, anstatt einen Backlink zu eurer Site zu einer Bedingung für die Aufnahme in eurer Verzeichnis zu machen. Linktausch mit dem Ziel, das Ranking in Suchmaschinen zu manipulieren, verstößt gegen unsere Richtlinien für Webmaster.”
Also eine Backlinkpflicht wird, falls sie von den Googlebots entdeckt wird, unter Umständen abgestraft. Überlasst es also lieber den Benutzern, ob ein Backlink gesetzt wird oder nicht. Ist euer Artikelverzeichnis gut, so werden die Links nicht lange auf sich warten lassen.
Mal wieder ein kleines Geheimnis des Suchmaschinenbetreiber seitens Google gelüftet. Weiter so! Die gewünschte Transparenz bezüglich der Bewertungskriterien erhält langsam ein Gesicht und ermöglicht der Öffentlichkeit eine objektiveren Umgang mit der Suchmaschine.
Bildmaterial: ©dance-photos.de / pixelio.de






8 Kommentare
Ich habe mir mit meinem Artikelverzeichnis, vor allem was den Inhalt anbetrifft, immer große Mühe gegeben. Von Google bekomme ich nur noch einen PR 0 und das steht in keiner Relation mehr zu dem Aufwand, den die Sichtung der Artikel macht. Viele “Service-Agenturen” reichen Artikel ein, die fast zeitgleich in 10 bis 30 anderen Verzeichnissen ebenfalls eingereicht wurden.
Interessanterweise ranken einige Artikel sehr gut in den Suchergebnissen. Naja, ein Trost ist es nicht.
Bei dem vielen Artikel-Spam ist es kein Wunder, dass bereits Verzeichnisse nur noch bei Spenden Artikel veröffentlichen.
Eigentlich geht es sich in der Quelle um Webkataloge und nicht um Artikelverzeichnisse.
Sind doch ähnliche Sachen. Webkatalog oder AVZ nimmt sich nicht viel. Die meisten werden eh alle vollgespammt
Also ich habe mehrere Verzeichnis die alle gut ranken. Ich habe auch erkannt, dass die Tipps, die hier auch gegeben werden, von mir umgesetzt werden. Deshalb meine ich, dass man mit den Tipps hier ein Verzeichnis hinbekommt, ohne abgewertet zu werden.
Hi
@admin
also traditionell sind die Strukturen von Wks ganz anders als die von AVs. Braucht man ja nur mal die Linkstruktur vergleichen. Ein Webkatalog hat Kategorien und am ende immer Seiten mit ungefähr gleich viele externen Links zu unterschiedlichen Seiten, Standard ist die Überschrift verlinkt und dann kommen ca. 300 Zeichen Text… Im Av sieht das anders aus, da haste immer Seiten mit 2-5 Links, je nach Anbieter, meist auf eine Domain Unterseiten…
Aber hasst natürlich recht, Zuspamen ist der einzige Sinn.
Zum eigentlichen Blogartikel, schön geschrieben… Nur das die im Deutschen Google Blog knapp 1 Jahr für die Übersetzung aus dem englischen brauchen und das dann als Meisterleistung angepriesen wird finde ich schon heftig lol
Den Beitrag gabs vor knapp einem Jahr schon mal, als das Wk sterben anfing. Bin mir im mom aber nicht sicher obs im google.com Blog stand oder in Matt Cutts Blog evtl. war es ein Interview mit Matt auf SeoFM. Stand unter einem Titel wie “Google zu Paid Directory’s”
die Tipps waren die selben nur hald englisch.
Sollte ich noch Zeit finden versuch ich die Quelle nochmal ausfindig zu machen und trage es dann nach.
Für die, die nicht wissen was Monetarisierung heißt, hier in einfachen Worten: Einem Prozess wird ein Geldwert zugewiesen bzw. Prozess wird in Geldwert umgerechnet.
eines ist sicher .Ich habe viel nach Artikelverzeichnissen gesurft und kann sicher behaupten dass die meisten die ein Artikelverzeichnis wie einen Webkatalog aufgebaut haben oft abgestraft wurden .Da sind zig Kategorien die eigentlich überhaupt nicht relevant zueinander sind. Wie z.b. kategorie “Essen & Trinken” und dann Kategorie ” Bauunternehmen” .Kein Wunder dass die abgestraft werden. Dann lieber spezialisieren . Alle Kategorien die angelegt wurden relevant zu einem Thema erstellen.” Essen & Trinken” -> “Rezepte” -> “Kochen” -> “Backen” -> Trinken usw…
Es ist bestimmt ein herber Schlag für jeden Webmaster der hunderte Stunden Arbeit hineingesteckt hat und es hat nichts gebracht. Also wenn einer abgestraft wurde kann man immer noch wieder rein .Ändert wenn möglich eure Kategorien Themenrelevant
Viel erfolg
Naja, bis auf eine Hand voll wirklich brauchbarer Artikelverzeichnisse, die auch einen Mehrwert bieten, ist das Thema hier in Deutschland wohl so gut wie tot. War eigentlich klar, das die ganzen Spam/SEO Artikelverzeichnisse irgendwann abgestraft werden…