Hello Engines! 7 – Review

Das OnPage SEO-Tool (nicht nur) für Einsteiger und Hobby-SEOs

In diesem Artikel möchte ich euch von meinem Praxistest mit der Vollversion der bekannten SEO-Software Hello Engines! 7 berichten. Hello Engines! ist sicher vielen noch ein Begriff, denn das Tool ist eines der Urgesteine im diesem Bereich. Waren die ersten Versionen noch heiß begehrt und das Eintragen in möglichst viele verschiedene Suchmaschinen aktuell, wurde es mit der Zeit etwas ruhig um das Projekt. In der neuesten Version ist das Eintragen in Suchmaschinen nur noch einer von vielen Punkten, denn im wesentlichen geht es jetzt um die OnPage-Optimierung der eigenen Internetpräsenz, das korrigieren von Fehlern und das Analysieren der Konkurrenz.

Download und Installation

Die Grundversion der Hello Engines! 7 Software lässt sich direkt über die Herstellerwebseite für EUR 99,- käuflich erwerben und downloaden. Ein Update von einer früheren Version ist natürlich auch möglich und mit EUR 69,- bzw. EUR 79,- entsprechend günstiger. Wer das Tool vor dem Kauf antesten möchte, greift zur 30 Tage lauffähigen Testversion, die sich später einfach zur Vollversion freischalten lässt. Weitere Webseiten lassen sich per zusätzlicher Lizenz hinzufügen. Das Installieren von Hello Engines! 7 erfolgt wie bei jeder anderen Software auch und sollte problemlos unter jeder Windows Version ab 98 klappen.

Einrichtung von Projekten

Nachdem Hello Engines erfolgreich installiert wurde, kann es fast losgehen.  Erstmal aber ein kleines Manko: In der Basisversion lassen sich leider nur 2  Webseiten betreuen. Möchte man weitere Webseiten optimieren, werden neue (kostenpflichtige) Zusatz-Lizenzen benötigt.

Um nun eine Webseite anzulegen, wird die Seite zuerst unter dem Menupunkt „Datei“ > „Websites registrieren“  hinzugefügt. Achtung:  Man sollte sich genau überlegen, welche Seiten man optimieren möchte, denn ein Austausch ist später nicht mehr möglich. Als nächstes klicken wir im Menu auf  „Datei“ und auf „Neu“ um ein neues Projekt anzulegen. Es wird  nach einigen Daten gefragt, die größtenteils für die Suchmaschinenanmeldung benötigt werden. Sind wir damit durch, kann die  Analyse der Webseite, dem interessantesten Part von Hello Engines! 7, beginnen.

Die Analyse

Für die OnPage Analyse einer Webseite sollte man sich etwas Zeit mitbringen, denn diese ist bei Hello Engines! 7 recht ausführlich. Abgefragt werden unter anderem folgende Punkte:

– Top-10-Mitbewerber Analyse
– Technische Analyse

HTML-Code-Validierung
Link-Überprüfung
Ladezeit-Prüfung
Analyse der ROBOTS.TXT-Datei
Sitemap-Dateien
Validierung der Sitemap
– Site-Rank
Google PageRank
DMOZ Open Directory
Yahoo-Verzeichnis
Website-Alter
– Popularität der Website
Sichtbarkeit der Website bei Google
Google Linkpopularität
Sichtbarkeit der Website bei Yahoo
Yahoo Link-Popularität
Sichtbarkeit der Website in der Bing-Suche
Link-Popularität bei Bing Search
Sichtbarkeit bei Suchmaschinen
Anmeldungsempfehlungen
– Social Bookmarking
del.icio.us
Mister Wong
LinkARENA
Analyse der Platzierungen
Top 100 Ranking in Google (DE)
Ranking bei Google
Ranking bei Yahoo
Ranking bei Bing
Ranking bei Ask
Ranking bei All The Web
– SEO-Analyse
Titel des HTML-Dokuments
Meta-Tag „Description“ (Beschreibung)
Parameter „Refresh“ (automatische Weiterleitung)
Verwendung der Suchbegriffe in den verschiedensten Formen (im Titel, in Überschriften usw..)
Session-IDs
Frames-Verwendung
Meta-Tag „Robots“
Verwendung der Überschriften
Verhältnis Grafik zu Text
Script-Ablage
CSS-Ablage
Verwendung von verborgenem Text
Sonderzeichen in der URL
Mehrere Titel
Identische Meta-Tags

Nach der Projektanalyse durch die Software, erhält man einen übersichtlichen Bericht, der einem verständlich aufzeigt, was es an der Seite noch zu verbessern gibt und was bereits perefekt umgesetzt wurde. Praktischerweise lassen sich viele Optimierungen direkt in Hello Engines! durchführen. Fehlt eine Sitemap, kann diese direkt mit dem Tool angelegt und auf den eigenen Webspace hochgeladen werden. Auch gefundene Fehler im Quellcode lassen sich mit der Software beheben.

Hello Engines hat an meinem Testprojekt einiges zu bemängeln

hello engines 7 test analyse

Die einzelnen Punkte der Analyse

Suchmaschinenanmeldung

Von Profi-SEOs eher belächelt wird die nächste Optimierungsoption: „Anmeldung bei Suchdiensten„. Hier können wir unsere Seite bei den verschiedensten Suchmaschinen aus aller Welt, entweder automatisch, oder halbautomatisch (mit einer größeren Auswahl an Suchdiensten) eintragen lassen. Diese Funktion bringt im Prinzip nicht viel, denn wie jeder weiss, wird in den meisten Ländern am liebsten „gegooglet„. Zudem werden deutsche Webseite in ausländischen Suchmaschinen niemals auf den ersten Plätzen stehen. Schaden wird es sicher nicht, aber einen großen Besucheransturm sollte man sich auch nicht erwarten.

Hello Engines Anmeldung bei Suchmaschinen

Die Suchmaschinenanmeldung läuft

Berichte & Erfolgskontrolle

Die letzten Punkte befassen sich mit Statistiken und Berichten, die sich laufend aktualisieren lassen, um einen Überblick zu erhalten, wie sich die Seite nach der Optimierung weiterentwickelt. On- und auch OffPage-Daten lassen sich so grafisch aufbereiten, begutachten, exportieren und ausdrucken.

Fazit

Hello Engines! 7 punktet klar bei der OnPage-Optimierung. Das Tool analysiert das eigene Projekt bis ins kleinste Detail und schlägt passende Maßnahmen zur Optimierung vor, die sich oft direkt beheben lassen. Die Statisik ist übersichtlich und hilft bei der Erfolgskontrolle. Als mehr oder weniger brauchbaren Bonus gibt es noch eine Suchmaschinenanmeldung obendrauf.

Minuspunkte gibt es für die Begrenzung auf 2 Webseiten mit jeweils nur 5 Keywords und die fehlende Analyse für Unterseiten.

Für wen ist Hello Engines! 7 geeignet?

Kleine Unternehmen, die Ihre Firmenpräsenz im Web suchmaschinenfreundlicher gestalten wollen. Für SEO Einsteiger und Laien, die sich mit der Materie erst noch vertraut machen müssen, aber auch für fortgeschrittene SEOs, die ein OnPage Tool suchen, mit dem sich vor allem zügig und einfach arbeiten lässt. Gerade wenn man mehrer kleine Webseiten betreut, kann das Tool dabei helfen Fehler auf die schnelle zu finden, die man ansonsten übersehen hätte.

» Zu den Highlight

» Zur Feature Tour

…oder gleich bestellen! 🙂

12 Kommentare

  1. Crazy Girl April 20, 2010 8:18 am 

    Also ich finde ein solches Tool ziemlich sinn- und nutzlos für mich. Meine Erfahrung ist auch, dass zuviel Optimierung, vor allem auch automatisierte, in der Regel auch gerne mal nach Hinten los geht. Weniger ist manchmal mehr 😉

  2. Stan April 20, 2010 2:57 pm 

    Danke für den prima Artikel, Jonas

  3. Jonas April 20, 2010 7:25 pm 

    Hi Tanja,
    die Optimierung ist in dem Sinne nicht automatisiert, eher die Analyse. Optimiert werden muss dann schon noch per Hand bzw. hilft einem das Tool dann dabei. Gebe dir natürlich recht das man es nicht übertreiben sollte 😉

    Gruß
    Jonas

  4. Crazy Girl April 21, 2010 5:56 am 

    Klar Jonas, dass die Automatisierung selbst (noch) nicht automatisiert ist, aber dafür findet sich sicherlich mal ein gewifter Plugin Author und dann „prost Mahlzeit“ *lacht*
    Wenn ich mir die Auflistung ansehe, sind sicherlich ein paar sinnvolle Dinge dabei aber auch einiges was das Ganze in Richtung „zuviel des Guten“ tendieren lässt.

    Wovon ich auch definitiv abraten würde ist die Anmeldung bei den verschiedenen Suchdiensten. Es gab mal Zeiten, da war das problemlos, mittlerweile sieht das aber anders aus und wenn nicht genug „ordentliche“ Backlinks da sind, dann kann so was eine Domain abstürzen lassen.

    Es gibt natürlich immer und überall wenn und abers, weswegen man nicht grundsätzlich sagen kann das ist „schlecht“ oder „gut“. Aber ich denke z.B. an die Leute, die von SEO keine oder nicht viel Ahnung haben (und das dürfte die Masse und auch die Hauptzielgruppe sein). Zum einen haben sie damit ein Tool an der Hand, das ihnen hilft, zum anderen sie aber auch abschießen kann, wenn sie es übertreiben.

    Und mal ganz ehrlich… die größte Gefahr sehe ich darin, dass diese Leute sich auf die falschen Dinge konzentrieren und dabei den Blick für das Wesentliche „Content is King“ verlieren. Letztens habe ich erst wieder bei einem gelesen, dass Adsense runtergenommen wurde, weil die Kreativität beim Artikel schreiben verloren ging und ständig daran gedacht wurde, welche Keywords etc. man verwenden sollte.

  5. Jonas April 21, 2010 10:25 am 

    Hi Tanja,
    zu der Anmeldung bei verschiedenen Suchmaschinen kann ich nicht viel sagen, da ich es seit Jahren nicht mehr mache. Bin immer davon ausgegangen, das es einfach keinen Einfluss auf die Besucherzahlen und das Ranking hat, egal ob man es durchzieht oder nicht.

    Zum Thema „Überoptimierung“ stimmt es natürlich, das man vieles falsch machen kann, besonders wenn man sich nicht auskennt, aber das kann auch Ohne dieses Tool passieren. Wenn man sich im Netz umschaut findet man eine Masse an SEO Optimierungs-Artikel im Netz gibt, die teilweise schon wieder überholt sind. Ein Laie weiss das natürlich nicht und greift nach jedem Strohhalm, den er findet.

    Andererseits gibt es auch viele kleine Unternehmen, die eine totale Murksseite haben, mit Frames und ohne wirklichen Inhalt. Diese Seiten schreien einfach nach einer Optimierung 🙂

    Die Hinweise im Tool sind eigentlich so ausgelegt, das man nicht viel Mist bauen kann (bis auf die Suchmaschinenanmeldung?), denn Hello Engines rät auch dazu Content zu erstellen, warnt einem vor Paid Links und zeigt bei der Analyse eine Prozentangabe zur Keyworddichte an. Wenn man also überoptimiert hat, wird man hier auch gewarnt.

  6. Crazy Girl April 22, 2010 5:01 am 

    Die Anmeldung bei den verschiedenen Suchmaschinen ist ziemlich unnötig für eine gute verlinkte Website. Die ist bei denen wo es drauf ankommt eh gelistet und die anderen bringen entweder nix, wie Du schon sagst, oder aber es geht in der Masse nach hinten los. So was gehört einfach zu den „spammy links“, Links auf die man selbst Einfluß hat, und mit denen sollte man vorsichtig sein, was Masse betrifft 😉

    Natürlich gebe ich Dir bezüglich der vielen SEO Märchen (nicht nur überholt sondern auch noch nie gestimmt) Recht und dadurch kann das natürlich immer passieren.

    Und bei der Keyworddichte durfte ich auch schon so einiges sehen, ein paar Keywords raus und auf einmal rankte die Seite besser 😉

    Trotzdem, mein Hauptpunkt ist, dass es einfach vom wesentlichen ablenkt. Man kann sich viel zu sehr in solche Details verlieren, die unterm Strich nicht viel bringen, außer man hat wirklich eine totale Murksseite. Bei uns WordPress Bloggern halte ich Murksseiten aber für ausgeschlossen.

  7. Jonas April 22, 2010 9:24 am 

    Da sind wir uns klar einig, das nichts über guten Content geht und man erst mal darauf achten sollte, bevor man sich in SEO Details verliert.
    WP ist ja eh von Haus aus SEOfreundlich, da brauchts natürlich keine Optimierung, geht sogar ganz ohne SEO Plugins, wenn denn der Content stimmt. 🙂

  8. Checker November 4, 2010 7:11 pm 

    Ich habe diese Software mit 4 Domains getestet. KEINE der mit „Hello Engines“ an Suchmaschinen übertragenen Domains war auch nur mit einem einzigen Link , selbst nach einem Jahr, irgendwo verzeichnet. Nicht einmal bei Google. Ich persönlich rate vom Kauf ab.

  9. OES Mai 29, 2011 1:27 am 

    Hi Jonas, hab deinen Artikel vor einigen Wochen über Google gefunden (hatte nach „Hello Engines Test“ gegooglet nachdem mit 1&1 mit einem Angebot angeschrieben hatte). Mir hat dein Artikel sehr geholfen und ich habe mir das Tool nach dem Lesen deines Beitrags heruntergeladen und selbst getestet. Danke nochmal für deine Arbeit. Das Internet lebt dank ehrenamtlicher Blogger wie dir. Was mich an Hello Engine stört sind die zwei Websites-Einschränkungen. Ansonsten ist es das Beste, was ich auf dem Gebiet gefunden habe. DANKE und WEITER SO!

  10. SEOmaschine Dezember 6, 2011 2:12 pm 

    Bin von der Software auch überhauptnicht überzeugt.Meiner Meinung nach lohnt sich ein Kauf in keinster Weise.Rausgeschmissenes Geld mehr nicht.

  11. Dan Januar 23, 2014 1:59 pm 

    Grundsätzlich sollte man das positive herausnehmen aus den Tools und natürlich auch deren Schwächen kennen.
    Würden erfahrener SEO’s heute ohne Tools Analysen erstellen, kann man aufgrund der angehäuften Zeit oder eben Stundenansatz gar nicht mehr Wettbewerbsfähig arbeiten.

    In den ersten Onpage-Tests muss ich sagen, dass das Tool die Kriterien und die Usability klar erfüllt. Wer mit mehreren Kunden arbeitet schätz die Zeiteffizients.

Schreibe einen Kommentar