Keywordrecherche: Es ist nicht das, was du denkst. (Artikelserie Teil 1)

worte - Bild bei Rainer Sturm„Wörter sind mächtig“. Wie oft habe ich diesen Satz bzw. das Sprichwort in meinen Deutschunterricht verwendet, ohne die  Wortbedeutung mit meinem Hobby, dem Internet, zu verknüpfen.
Ergänzt durch dass allseits bei Schülern belächelte Gedankenspiel, dass ja die „Buchstaben und Wörter bestehend aus uralter Tinte bereits Könige, Diktatoren und zahlreiche weltgeschichtliche Unglücke überdauert haben„, muss ich mich selbst ein wenig korrigieren bzw. die gemachten Aussagen ergänzen. (Obwohl man dies als Lehrer nur sehr ungerne macht)

Nicht alle Wörter sind mächtig, sondern nur die richtigen!

Was ist der Unterschied zwischen einer Überschrift, die es auf die Startseite von yigg.de (oder auch webnews.de) schafft, zu einer die in den Untiefen der Warteschlangen dieser SocialNewsPortale ihr Dasein fristet? Genau, die richtigen Wörter!

Und was ist der Unterschied zu Artikeln bzw. Blogposts die hunderte von Backlinks und Suchmaschinen-Verweise erhalten, zu denen die keine bekommen? Bingo, die richtigen Wörter!

Und noch ein letztes Beispiel. Was ist der Unterchied zwischen einem eröffnenden Paragraphen, der direkt die Aufmerksamkeit der Leser ergattert zu einem nach dem sich die Leser eher nach dem „Zurückbutton“ des Browsers sehnen? Abermals korrekt, die richtigen Wörter!

Wähle die richtigen Wörter aus und du wirst Besucher in Form von Traffic, Feedleser, Anerkennung, Einfluss, Backlinks uvm. für dein Web- oder Blogprojekt erhalten.  Eigentlich alles, was einen erfolgreichen Blog ausmacht, oder?
Wähle die falschen Wörter und du wirst ein weiterer Niemand in der Bloggosphäre bleiben, der evtl. mit seinem Blog nichts erreichen kann und ständig nach Aufmerksamkeit lechtst. Klingt zwar hart, ist aber so. (Natürlich gibt es auch Blogger, die nur aus Spaß an der Freude bloggen und mit 10-20 Lesern zufrieden sind. Finde ich auch klasse und großartig, denn so wird die Bloggosphäre schön Diversifiziert, aber viele der Blogger wollen doch einfach mehr. Mehr Reputation, mehr Leser, mehr Links, mehr, mehr, mehr,… / Daher die eher hart anmutende These)

Aber wo findet man denn nur die richtigen Wörter? Ich glaube ihr könnt es euch bereits denken – Mit dem Wissen über die eigentlichen Möglichkeiten des kreativen Schreibens bzw. des „Copywritings“ (engl. Werbetexter)

Der Ursprung der Keywordrecherche

Die größte Macht hat das richtige Wort zur richtigen Zeit. Marc Twain, amerikanischer Schriftsteller

Bewegt man sich lange genug in den Weiten des Internets und auf einschlägigen SEO-Seiten, so vernimmt man schnell die Stimme eines sog. SEO-Experten der lauthals das Phänomen der Keywordrecherche, also die Suche nach richtigen Wörtern erläutert. Aber es waren keines Wegs die SEOs, die als erstes das Phönomen der Schlüsselwörter für kommerzielle Zwecke entdeckt haben. Werbetexter und PR-Fachleute haben schon viel früher, vor dem eigentlichen Gebrauch von Suchmaschinen, die Macht der richtigen Worte erkannt und für ihre kommerziellen Absichten benutzt.

Buch - Bild von berwis

Das obige Zitat von Marc Twain, einem bedeutenden amerikanischen Schriftsteller, verdeutlicht diese fundamentale Bedeutung der richtigen Wörter.
Bevor Werbetexter, PR-Fachleute und sonstige professionelle Autoren ihr Texte verfassen recherchieren sie, wenn nötig mehrere Wochen, zu einem gewissen Themengebiet. Sie betrachten sich ihre Konkurrenz und analysieren, welche Texte bei anderen Autoren funktionierten, welche eher „Schund“ waren und keine Aufmerksamkeit erlangten. Welcher Schriftzug war genial, welche Wortwahl wurde benutzt? Mit all diesen Fragen im Hinterkopf recherchieren und evaluieren professionielle Texter ihre Artikelnoch bevor ein einziges Wort „zu Papier gebracht wurde“.

Warum? Genau, um die richtigen Wörter zu finden!

Im Innersten hat die eigentliche Keywordrecherche absolut nichts mit den Mechanismen der Suchmaschinenoptimierung gemeinsam. Es geht vielmerh darum, sein Publikum so gut zu kennen, dass man weiß, welche Worte bei den Lesern für eine erhöhte Aufmerksamkeit sorgen, welche der Sätze eine Art Vertrauensverhältnis aufbauen und welche Phrasen sie im Zuge einer evtl. Monetarisierung dazu verleiten eure Produkte zu kaufen. Man muss also für eine Keywordoptimierung nicht direkt seine SEO-Kenntnisse verbessern, sondern vielmehr an seinem Schreibstil arbeiten.

Das klingt ja nach Arbeit,oder? Ja, so ist es auch, aber nicht halb so viel wie man denkt bzw. wie es sein sollte.  Wo vor einigen Jahrzehnten Werbetexter und PR-Fachleute mehrere Wochen nach den richtigen und marktspezifischen Wörten gesucht und teilweise sogar Umfragen gestartet haben, seit ihr in der glücklichen Position im Zeitalter des Internets diese „Schlüsselwortrecherche“ mit geeigneten Tools innerhalb von Minuten zu meistern.

Wie starte ich einen erfolgreichen Blog mit Hilfe der Keywordrecherche

Wenn ihr mit dem Gedanken spielt einen neuen Blog zu starten oder einen bestehenden zu optimieren so klingt das „Phänomen der Keywordrecherche“ für Außenstehende zumindest eher einschüchternd und technisch. Aber in wirklichkeit ist es recht direkt und kompromisslos.

Keywordrecherche-Tools, wie z.B. Wordtracker, Wordze und Keyword Discovery ermitteln schätzungsweise den Wert, wie häufig nach einzelnen Wörtern oder Phrasen im Internet gesucht wird.  Als kleines Beispiel für die Funktionsweise dieser Tools sei angemerkt, dass laut Wordze ca. 11.222 Leute pro Monat nach dem Wort „blogging“ suchen.

Schätzungen dieser Keywordtools sind jedoch nicht sonderlich akkurat und man sollte auch deshalb nicht erwarten, dass man mit einem auf „blogging“ optimierten Blog auch wirklich rund 11.000 Besucher erhält, obwohl man vielleicht die Nummer 1 in den Google SERPS inne hat.
Zudem kann man mit diesen Tools auch noch die Popularität einzelner Topics im Verhältniss zueinander messen.

Aber eine Keywordrecherche ist mehr als pure Trafficgenerierung. Es geht auch darum, sich der Nische des eigenen Blogs vertraut zu machen  und diese in und auswendig zu kennen. Man kann die Recherche als Hilfsmittel für folgende Optimierungsansätze benutzen:

  • Eine populäre (oder profitable) Nische für den eigenen Blog finden
  • Artikel verfassen, die die Leute auch wirklich interessieren
  • Marktsegmente bzw. Bereiche analysieren und Konkurrenten aufspühren
  • Produkte und Servicedienstleistungen auszuwählen, die man über seinen Blog promoten kann
  • Werbeschaltungen mit den meisten Costs-per-Click zu ermitteln

Der nächste Artikel erscheint übrigens erst am kommenden Montag, da ich gerne zum Start der neuen Woche die Artikelserie fortführen würde. Also am Montag geht es wieder weiter mit der Keywordrecherche auf Bloggonaut. Dranbleiben und „einlesen“!

Nächstes Kapitel: Wie finde ich eine populäre Nische für meinen Blog?

Links zum Artikel:

Wordtracker – Keywordtool
Wordze – Keywordtool
Keyword Discovery – Keywordtool

Bildquelle: wikipedia.org

Bildmaterial: ©Rainer Sturm / pixelio.de und ©berwis pixelio.de

6 Kommentare

  1. Alphablogger Juni 26, 2008 7:16 pm 

    Wirklich ein sehr schöner und vorallem informativer Artikel zum Thema Keywordrecherche. Ich hoffe ich finde mit diesem Kommentar die richtigen Worte, wenn ich einfach mal ein Lob ausspreche: „Klasse Beitrag!“ 😛

    Gruß

  2. Webmaster Michael Janik Juli 1, 2008 4:55 am 

    Da hat sich jemand echt Mühe gegeben, so ausführlich darüber zu schreiben. Gut gemacht. Respekt!

  3. Thorsten Juli 2, 2008 3:38 pm 

    Die 3 genannten Plattformen sind ja nicht in Deutsch, wie ist da die Erfahrung mit Deutschen suchbegriffen?

  4. Bloggonaut Juli 2, 2008 3:43 pm 

    Die Antowrt liefern dir die Folgeartikel, einfach auf den nächsten Artikel klicken 🙂

    „Wie finde ich eine populäre Nische für meinen Blog?“

    Das ist Artikel 2 🙂

  5. ingo Juli 6, 2008 9:34 am 

    kommt hier noch echter mehrwert oder doch nur eine übersetzung des copyblogger.com guides?

  6. Bloggonaut Juli 6, 2008 10:17 am 

    Wenn du die anderen Kapitel liest, wirst du merken, dass der Guide vom Copyblogger nicht auf den deutschen Sprachraum übertragbar ist. Wordze, Wordtracker usw. sind hier nicht anwendbar.

    Deshalb muss man hier mit anderen Mitteln arbeiten. Adwords, MetaGear. Aber les doch mal weiter, dann merkste, dass es wat eigenes ist 🙂

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