von Alphablogger am 17.07.2009
Online-Betrug via Social-Networks
Fast jeder kennt eine Person aus seinem Bekanntenkreis die einmal das Opfer von Online-Betrügern war, oder hat zumindest schon einmal davon gehört. Ich selbst bin auch bei einigen Online-Netzwerken wie Facebook, MySpace oder Twitter angemeldet, bin in jeder Hinsicht gegenüber allem sehr misstrauisch, doch wie schütze ich mich, wenn sich die Hacker des geknackten Profils einer solchen Netzwerk-Seite als einen guten Freund ausgeben und dabei oft noch sehr erfolgreich bei ihren Betrügereien abschneiden?
Der Blogger von franztoo berichtete anfangs der Woche über seine Erfahrungen die er unfreiwillig mit den Online-Betrügern gemacht hat. Als sich eine gute Freundin aus New York eines Tages bei ihm meldete und ihn darum bat einen Betrag von 150 € via Western Union zu überweisen, da Sie in London angeblich ausgeraubt wurde. Das Geld wurde nach dem Bargeldtransfer von Western Union sofort abgehoben, leider hatten sich damit Betrüger bereichert.
Diese Art von Hackern muss man den Fachgebiet des Social Engineering weitläufig auch Social Hacking genannt zuordnen. Hier spezialisiert man sich auf die soziale Manipulation von Menschen, also eigentlich ist dies eine Form von angewandter Sozialwissenschaft. Die Betrüger versuchen aufgrund von gesammelten Informationen einer Person Kapital daraus zu schlagen, dazu müssen natürlich diese Informationen gut recherchiert sein und genaustens analysiert werden. Da es sich in dem vorher genannten Fall um eine glaubhafte Geschichte handelt, die perfekt inszeniert wurde, haben die Betrüger einen Treffer gelandet.
Für mich stellt sich in Bezug auf den Fall von franztoo wie hoch die Hacker in diesem Fall den Betrag ansetzen hätten können, damit der Trick weiterhin funktioniert hätte?
Wie schütze ich mich vor solchen Betrügern?
Den effektivsten Schutz bietet ein gesundes Misstrauen gegenüber solchen Anfragen, vor allem wenn Geldbeträge mit ihm Spiel sind. Man sollte sich nochmals genaustens versichern, dass es sich um die richtige Person handelt, dies klingt zwar komisch, aber ist bei weitem der beste Schutz gegen eine solche Gaunerei. Hierbei sollte man vielleicht während der Chatunterhaltung eine Sicherheitsfrage unauffällig dazwischen stellen, auf diese Frage sollte natürlich nur die echte Person die Antwort kennen.
Wie schütz ihr euch gegen eine möglichen Online-Betrug, oder rechnet ihr wie die Mehrheit nicht mit einem solchen Ereignis?
Bildquelle: spiegel.de
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3 Kommentare
Die kriminelle Energie solcher Leute sollte verfolgt werden. Anstatt dessen werden Webmaster, die etwas Falsches im Impressum haben bzw. es an etwas fehlt abgemahnt. Das Vertrauen wird missbraucht und soll entsprechend geahndet werden
Wie schütze ich mich vor solchen Betrügern?
Indem ich ein Telefon benutze und Freunde anrufe…
Dieser angeblich geschehene Onlinebetrug, erscheint mir doch ein wenig an den Haaren herbeigezogen.
@swapy
Da gebe ich dir Recht, ich find die kriminellen Machenschaften im Internet, nehmen immer mehr zu Phishing, Spam, Dateklau oder auch Versandhausbetrug. Sollte stärker verfolgt werden, was aber in den meisten Fällen nicht gelingt.
@Martin
Du kannst gerne den Blogger von franztoo befragen, denn ob die Geschichte zu 100% der Wahrheit entspricht kann ich dir nicht sagen.
Die Seite netzzeitung.de berichtet ebenfalls über diesen Fall http://www.netzeitung.de/internet/sicherheit/1403079.html
Manchmal denkt man vielleicht nicht gleich an Betrüger und macht eben einen solchen Fehler.