von Alphablogger am 08.02.2009
PearC – Ein Mac-Klon für den kleinen Geldbeutel
Die Wolfsburger Firma HyperMegaNet bietet seit geraumer Zeit eine günstige Mac-Alternative namens “PearC” an. Im Logo erscheint provokanter Weise eine Birne anstatt eines Apfels, doch hinter dem Angebot steckt ein gewöhnlicher PC, jedoch ausgestattet mit Apple’s Betriebssystem “Mac OS X” Doch ist dies wirklich ein Konkurrent für Apple?
Rechtliche Aspekte
Geht es nach Apple sollte es solche Nachbauten garnicht geben, schon die amerikanisch Firma Psystar hatte vergangenes Jahr mit der Billigkopie “OpenMac” für Furore gesorgt. Seitdem versucht sich Psystar gegen die Rechtsabteilung von Apple zu verteidigen. Die Firma HyperMegaNet selbst fürchtet sich nicht vor einem Rechtstreit, zwar hat Apple im Endbenutzer-Linzenzvertrag, der so genannten EULA (End User License Agreement) deutlich festgehalten, das die Apple-Software nur auf Apple-Hardware installiert werden darf, doch laut Firmensprecher Dirk Blößl sind Endbenutzer-Lizenzverträge nur Vertragsbestandteil wenn Sie vor dem Kauf vereinbart wurden, daher ist die EULA in Deutschland von keiner Bedeutung.
Wie kommt das Betriebssystem “Mac OS X” auf den PC?
Um den Schutz von Apple zu umgehen, gibt es einige Programmiertricks, da Mac OS X standardgemäß nur mit originaler Apple-Hardware funktioniert. Eine Art und Weise diesen Schutz zu umgehen ist das aufspielen gepatchter sozusagen veränderter Software, jedoch muss dabei die Apple-Updatefunktion deaktiviert werden, da bei einem Update das ganze Betriebssystem unbrauchbar wird.
Eine weitere Möglichkeit den 08/15-PC zu einem Mac zu verwandeln sind kleine Hardwaretricks wie z.B. das EFI-X-Modul das auf den USB-Anschluss des Mainboards angeschlossen wird, jedoch passen nicht alle Mainboards, Anleitungen hierzu gibt es auf der Seite “OSx86 Project” , dieses Projekt befasst sich schon seit mehreren Jahren damit aus einem PC einen Mac zu machen.
Die Firma HyperMegaNet UG verwendet laut Angaben des Pressesprechers Blößl ein emuliertes Software-EFI, damit fallen Installationen eines gepatchen Kernels weg und es können ohne Bedenken Software-Aktualisierung durchgeführt werden. Die Rechner werden alle mit der Originalsoftware Mac OS X 10.5 ausgeliefert.
Fazit
Auf jedenfall bietet sich dadurch eine günstigere Alternative an um das leistungsstarke Betriebssystem “Mac OS X” zu nutzen, jedoch erinnert das Design eines PearC so ganz und garnicht an einen Apple. Sicherlich für Interessenten einen Blick wert, da das Unternehmen leistungsstarke Markenhardware zu einem erschwinglichen Preis anbietet. Für echte Apple-Fans jedoch wohl keine wirklich gelungene Alternative.
Was haltet ihr von solchen Mac-Nachbauten, Segen für den Geldbeutel oder arme Billigkopien?
Euch hat der Artikel gefallen? Dann empfehle ich euch die Feeds des Bloggonauten zu abonnieren und somit immer mit den aktuellsten und interessantesten Beiträgen auf diesem Blog versorgt zu werden. Einfach, schnell und kostenlos. Kompetent abgetaucht mit dem Bloggonaut
Quelle: Spiegel-Online






6 Kommentare
Ich finde die Idee nicht schlecht aber alle Umsetzungen schon. Dieses Projekt erinnert mich an das geniale PearPC, welches vor Jahren einen PowerPC Prozessor simulierte. Leider starb einer der Entwickler einige Monate nach dem Release und Apple ging zu Intel. Meine Meinung:wer einen Mac haben will, soll einen kaufen. Kein Clon bietet ein vergleichbares Apple Feeling. Und die Leistung die man bekommtsollte dem Hersteller Apple auch bezahlt werden.
Interessante Idee, ja. Aber wie Jason sagte, Kopien sind nur sehr selten besser, als das Original. Nur eben billiger…
Arme Billigkopie in meinen Augen. Sollte man keinen Wert drauf legen!
Entweder einen richtigen mac oder gar keinen. So eine Notlösung wäre nix für mich!
@Ralf: Mein “Hackintosh”-Eigenbau für ca. 450€ ist schneller und flüssiger als jeder Mac, der derzeit erhältlich ist. Das Feeling kann man sich zu dem durch genügend Hardware fürs Auge kaufen. Noch dazu ist die “gehackte EFI” nicht einmal gehackt, sondern mehr oder weniger einfach umkoordiniert.
Kommt meiner Meinung nach schon ein wenig billig rüber, wenn die einfach die Birne als Logo verwenden. Wenn PearC so bekannt wie Mac wird, gibts bald Bananen auf den Laptops in den Spielfilmen =)