Nachdem Bloggonaut nun fast reibungslos seinen Platz auf meinem Webspace gefunden hat, möchte ich euch kurz auflisten wie ihr am besten bei einem Umzug mit eurem Blog vorgeht und was dabei zu beachten ist.

Vielleicht habt ihr euch ja schon einmal überlegt, euren Blog von einem anderen Provider hosten zu lassen. Sei es aus dem Grund, dass ein anderer Provider attraktivere Webspace Pakete anbietet oder euer  jetziger mit vielen Downzeiten und einem langsamen Seitenaufbau glänzt.

Das Problem: Die ganzen Beiträge, Kommentare, Einstellungen und das angespasste Design sollen natürlich nicht verschütt gehen.

Die Lösung:

mysqldumper screenshotUm die Datenbank samt Inhalt zu sichern, nehmen wir den MySQLDumper ( Danke Andreas! Ich hätte es sonst mit PhpMyAdmin versucht ;-) ). Dieses kleine aber feine Tool führt also auf Wunsch und ganz einfach ein komplettes Backup der Datenbank durch, welches wir dann später wieder einspielen können. Wie dies genau funktioniert und was Ihr für Optionen habt, wird im Video Tutorial auf der MySQLDumper Webseite verständlich erklärt.

1. Als erstes empfehle ich euch aber alle Plugins zu deaktivieren. Da ich dies blöderweise nicht getan habe, hat nach dem aufspielen ein fehlerhaftes Plugin bei jedem Seitenaufruf meines Blogs eine Endlosschleife erzeugt, welche den kompletten Server meines Hosters in die Knie gezwungen hat. Der Support hat das Problem zum Glück aber schnell erkannt und behoben.

2. Danach ziehen wir alle vorhandenen Dateien vom Server auf die eigene Festplatte. Falls ihr den Blog unter einem neuen Domainnamen aufsetzen möchtet, achtet bitte darauf, vor dem Datenbank Backup die neue WordPress URL und die Blog URL in den WordPress Einstellungen einzugeben.

3. Jetzt können wir das Datenbank Backup durchführen. Es existiert übrigens auch ein WordPress DB Backup Plugin. Ausprobiert habe ich es noch nicht aber es soll in der Vergangenheit eher Probleme verursacht habe. Wer sich mit PHPMyAdmin auskennt kann es natürlich auch damit durchführen. Mir ist PHPMyAdmin aber etwas zu unübersichtlich.

4. Wenn uns der neue Webspace zur Verfügung steht, legen wir zuerst eine neue Datenbank an. Bei mir ist es so, dass mein Hoster den Namen der Datenbank vorgibt und dieser sich deshalb vom Namen der gesicherten Datenbank unterscheidet. Aber auch das ist kein Problem für den MySQLDumper.

5. Wir kopieren nun alle Datein von unserer Festplatte auf den neuen Server und installieren MySQLDumper.

6. In der WordPress Datei wp-config.php tragen wir den Namen und das Passwort der neuen Datenbank ein. Falls ihr jetzt WordPress auf eurem neuen Server aufruft, dürfte es keine Fehlermeldung geben. WordPress müsste euch jetzt nach dem Namen des Blogs fragen. Da wir WP aber nicht frisch aufsetzen möchten, machen wir mit Punkt 7 weiter.

7. Mit dem MySQLDumper importieren wir jetzt das aktuelle Backup. Die Frage, ob wir das Backup in die neu angelegte Datenbank einspielen möchten, beantworten wir mit “Ja“.

8. Die Plugins könnt Ihr nun nacheinander wieder aktivieren und et voilà – nun sollte euer Blog wieder aussehen und funktionieren wie kurz vor dem Umzug! :-)

Achtung:
Falls eure Seite gut bei Google gelistet ist und ihr euren Domainnamen wechselt, werden die Googlebesucher den Weg zu eurer Seite nicht mehr finden. Behaltet auf jedenfall die alte Adresse und richtet für alle Links eine permanente Weiterleitung in der .htaccess Datei mittels mod_rewirte ein. Eigentlich müsste Google nun die Links unter der neuen Domain ranken und den eventuellen PR der Beiträge vererben. Ob dies auch genauso funktionert, wie ich mir das vortstelle werde ich demnächst ausprobieren, wenn Bloggonaut.net auch wirklich nur noch über Bloggonaut.net erreichbar sein wird. (afrobs-lifestyle.de ade)






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