For sale: The Pirate Bay

The_Pirate_Bay_logo The Pirate Bay ist eine der bekanntesten Bit-Torrent-Indexseite und der größte Bit-Torrent-Tracker im weltweiten Netz. Das Projekt wurde Anfang 2004 von einer schwedischen Anti-Copyright-Organisation namens Piratbyrån gestartet und zählt heute zu den bestbesuchten Seiten im Netz (Alexa.com). Im Mai 2006 wurden, die Server in Schweden noch beschlagnahmt und im Jahre 2009 wurden die Gründer angeklagt wegen Beihilfe zur Verletzung des Urheberrechts, daraufhin wurden die beiden Hauptverantwortlichen zu einem Jahr Haft und Schadensersatz von 2,74 Mio Euro verurteilt. Doch das Projekt ist weiterhin erreichbar, und nun soll es einen Käufer für „The Pirate Bay“ geben?

Der potentielle Käufer

Der mögliche Käufer für das populäre Filesharing-Verzeichnis ist das schwedische börsennotierte IT-Unternehmen Global Gaming Factory X AB (GGF). Laut Informationen von Spiegel.de liegt das Angebot für die Übernahme bei 60 Millionen Kronen (5,5 Millionen Euro). Die Seite soll nach Aussagen des Geschäftsführers Hans Pandeya als legales Angebot weiterhin bestehen, man möchte es als zusätzlichen Vertriebskanal nutzen. Bis zum August soll die Übernahme von TPB in trockenen Tüchern sein, auch soll GGF an einer weiteren Firma namens Peerialism AB aus dem Filesharing-Sektor interessiert sein. Damit möchte die schwedische Firma GGF eine legale Plattform für Online-Inhalte auf P2P-Techniken schaffen.

Die Piratenpartei

Noch ein weiteres Thema im Fall des Projektes „The Pirate Bay“ ist die schwedische Piratenpartei („Piratpartiet“), diese Partei erhielt nach der Anklage der Betreiber einen sehr starken Mitgliederzuwachs und ist nun mit über 40.000 Mitgliedern die drittgrößte Partei in Schweden, auch bei der Europawahl konnten die Piraten mit 7,1% der Stimmen einen Platz im Parlament erkämpfen. Das etwas einseitige Parteiprogramm sieht freien Wissensaustausch, besseren Datenschutz und die Reformierung des Urheber- und Patentrechts vor. Der Vorfall von TPB ist zwar Auslöser der politschen Bewegungen, aber hat dennoch nichts mit der Piratenpartei zu tun.

Weiterhin bleibt fraglich warum das Projekt nun verkauft werden soll – Geldnot? Angeblich sollen die Datenbestände weiter gegeben werden und über eine andere Indexierungsseite weiterhin auf geschützen Servern im Ausland verteilt werden.

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Bildquelle: thepiratebay.org
Quelle: Spiegel.de
Infos: wikipedia.de

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