Traumjob Internet Unternehmer?

Prämiere! Mein erster Webmasterfriday.de Artikel. Endlich hat es mal gepasst, sowohl zeitlich, als auch vom Thema her. Als selbständiger – ähm tja, ich nenne es gerne „Webworker“ (von mir aus auch „Internet Unternehmer“ oder etwas abgehoben: „Net Entrepreneur“) – gebe ich jetzt einfach mal meinen Senf dazu und verrate euch, dass man sehr wohl durch die Vermarktung von eigenen Webprojekten, mit Adsense und als Affiliate seinen Lebensunterhalt bestreiten kann.

Viele kennen mich sicherlich nur als Bloggonaut.net Blogger und verbinden damit ein Hobby – was es vor ca. zwei Jahren auch noch war, bis ich meinen sicheren und „seriösen“ Bürojob hingeschmissen habe und in das Abenteuer Selbständigkeit gewechselt bin. Ich bin kein Programmierer oder Webdesigner (vielleicht ein wenig von beiden) und ich verkaufe auch keine Waren über das Internet, nein, ich betreibe eine Handvoll Webprojekte, baue neue Seiten auf und erziele zum größten Teil durch Werbeanzeigen meine Einnahmen.

Traumjob? JA!

Wer wünscht sich das nicht? Sein eigener Chef sein, freie Zeiteinteilung, Kreativität und Ideen ausleben, am Karibikstrand sitzend, mit dem Notebook in der Hand arbeiten und wenn alles gut läuft sogar richtig viel Geld verdienen? Theoratisch alles möglich als selbständiger Webworker. Natürlich sieht es in der Praxis meist etwas anders aus, aber alleine schon die Gedanken daran beflügeln und motivieren täglich aufs Neue. Ich habe den Schritt in die Selbständgkeit nie bereut und auch wenn einmal alle Stricke reissen sollten: Die Erfahrungen und den Spaß, den ich bei diesem Job hatte, kann mir keiner mehr nehmen.

Ein einfacher Job? NEIN!

Das Problem fängt damit an, dass viele meinen, im Internet lässt sich ohne großen Aufwand viel Geld verdienen. Dem ist natürlich nicht so und so scheitern die meisten schon nach kurzer Zeit mit Ihrem Vorhaben reich zu werden. Neben den weniger eifrigen erwischt es meist die Unerfahrenen und alle, die aus der Not heraus als letzten Strohhalm den leeren Versprechungen von Internet-Maketern verfallen. Wie bei jedem anderen Job auch gehört einiges dazu, um Erfolgreich zu sein: Wissen, Fleiss, Erfahrungen, Ausdauer, Geldeinsatz, Mut zum Risiko und etwas Glück. Oder meint Ihr der Laden um die Ecke führt sich von alleine?!  Nicht anders ist es im Internet.

20 Kommentare

  1. capu August 1, 2011 8:40 am 

    Hallo Jonas,
    schön das dir der Schritt in die Selbständigkeit so gut gelungen ist.. da werden dich sicherlich viele drumm beneiden 🙂
    Was mich persönlich interessieren würde ist, ob du all deine Arbeit als „Webworker“ freiberuflich abrechnen kannst, oder ob du dafür ein Gewerbe anmelden musstet?

    Viele Grüße
    capu

  2. Jonas August 1, 2011 10:32 am 

    Hi capu, Freiberufler haben es sicherlich etwas einfacher aber als Webworker unterliegt man in der Regel der Gewerbeordnung, musste also Gewerbe anmelden etc..

  3. Tom August 2, 2011 10:20 am 

    Sobald man Einnahmen hat musst man ein Gewerbe anmelden. Eine Gewerbeanmeldung ist aber das kleinste Problem. Das geht bei den meisten Gemeinden schon ganz einfach über das Internet. Einfach die Formulare ausfüllen, ausdrucken, unterschreiben und absenden.

  4. capu August 3, 2011 2:13 pm 

    Hallo ihr beiden,

    danke für die hilfreichen Tipps und Ratschläge – das macht ja auch eigentlich durchaus Sinn, wenn man mal darüber nachdenkt! 🙂

    Viele Grüße
    capu

  5. Karl August 4, 2011 1:58 pm 

    die anmeldung für ein gewerbe ist eine sache von ein paar minuten und kostet so im schnitt 20 euro (raum hessen). wie tom schon sagt, kann man sich das formular meist über die seite der gemeinde downloaden. hier muss man lediglich die sparte der selbständigkeit angeben bzw. hier sind auch mehrnennungen möglich. nach adresse, telefonnummer email etc. ist die ganze sache eig. schon abgehakt 😉

  6. Jana August 17, 2011 11:28 am 

    hey karl,

    ist es denn so, dass eine anmeldung von bundesland zu bundesland unterschiedlich kostet? was wären denn da die maximalen kosten, die auf einen zukommen?

  7. erd_beerchen1983 August 17, 2011 4:05 pm 

    Ich hab noch keine direkten Erfahrungen mit der eigenen Selbstständigkeit gemacht, sondern nur in wie man sie so schön nennt Internet Start-ups gearbeitet. Und musst auf die harte Schule lernen wie schnell man sich verschätzen kann und von einer Woche auf die andere seine Mitarbeiter nicht mehr bezahlen kann. Aber ich wünsch dir weiterhin viel Glück und ich hab auch die Hoffnung noch nicht aufgegeben mich doch irgendwann in die Selbstständigkeit zu wagen 🙂

  8. Pascal September 12, 2011 11:02 am 

    ich persönlich habe mir mein wissen auch von grund aus selbst beigebracht und das nur durch viel lesen uns ausprobieren. es gibt keine erfolgsformel für den perfekten erfolgreichen start. wichtig ist auch, dass freunde und familie zu einem stehen und auch in schlechten zeiten unterstützen.

  9. Susanne Oktober 17, 2011 9:12 am 

    ich würde auf jeden fall die hilfe von der agentur für arbeit (arbeitsamt) in anspruch nehmen. diese haben mir bei meinem start super geholen und haben mir sogar ein seminar, dass über 3 wochen dauerte komplett finanziert. in diesem habe ich dann gelernt, wie man richtige rechnungen schreibt, oder wie man genau die nuchhaltung zu führen hat. ausserdem bekommt man meist einen gründungszuschuss, den man dann aber von einem steuerberater absegnen lassen muss. wenn alles passt, bekommt man den zuschuss. hier lohnt es sich auf jeden fall es einmal zu probieren.

  10. Chris1001 Oktober 19, 2011 11:41 am 

    Auch ich habe mich mit dem Thema Selbständigkeit beschäftigt, nachdem ich bei einem Online Start-up nach einigen Wochen nicht mehr zufrieden war. Wichtig: Wer sich selbständig machen möchte, sollte sich beeilen. Die Förderungen vom Staat in der bisherigen Form gelten nur noch bis Ende Oktober. Die Fördermittel werden danach gekürzt!
    Chris

  11. Gisela Oktober 28, 2011 9:30 am 

    das heisst, ich würde jetzt nur noch ein paar tage zeit haben und danach bekommt man garnichts mehr vom staat? warum ist das denn so, meine freundin hat noch zuschuss bekommen…:(

  12. Alex Februar 13, 2012 3:14 pm 

    Hallo Jonas, Glückwunsch das Du Dich bereits 2 Jahre am Markt hälst. Bin diesen schritt nun vor 4 Monaten gegangen um mich selbst zu verwirklichen und nicht mehr in dem Einheitsbrei mitzuschwimmen. Die Theorie hört sich sehr schön an, Konzepte stehn, nur leider fehlt wie in den meisten Fällen das nötige Kapital für die Umsetzung. Danke für den Input.

  13. Sascha Februar 13, 2012 6:23 pm 

    Internet Unternehmer oder Webworker auf Vollzeit zu sein ist denk ich der Wunsch vieler die sich damit beschäftigen im Internet Geld zu verdienen. Aber gerade am Anfang verlässt einem schnell der Mut und man ist kurz davor aufzugeben. Doch mit mit den ersten Einnahmen steigt die Motivation und langsam stellt sich Erfolg ein. Nur bis dahin ist es wirklich ein langer Weg…
    Danke für den Artikel – Ich bleib dran 🙂

  14. Martin Oktober 4, 2012 10:01 am 

    Leider ist es heute nicht mehr so einfach im Internet Geld zu verdienen, wie noch vor ein paar Jahren. Man muss hier schon eine gute Nische entdeckt haben, um erfolgreich werden zu können.

    Gruß
    Martin

  15. Susanne November 20, 2012 11:50 am 

    Vor ein paar Jahren war es noch etwas einfacher sich im Internet selbstständig zu machen. Heute gibt es einfach viel zu viel Wettbewerb, um sich zu etablieren.

  16. Ursel Januar 16, 2013 5:58 pm 

    Naja, es kommt doch immer auf die Branche an, oder etwa nicht?

  17. Philipp Hirzberger Juli 2, 2013 11:28 am 

    Hallo,

    danke für den Artikel. Er spricht mir aus der Seele. Internet Marketing ist komplexer geworden und immer professioneller.
    Aber es haben sich auch immer neue Wege aufgetan um online erfolgreich zu werden.

    Selbstständig heißt auch Selbstverantwortung. Wer das nicht drauf hat wird auch im Internet Marketing keinen Erfolg haben. Du musst jeden Tag bereit sein alles zu geben und neue Strategien zu entwickeln.

  18. Erik September 16, 2013 4:50 pm 

    Man muss halt immer auf die Risiken vorereitet sein und ist auch immer ein Stück weit von den großen Suchmaschinen Anbietern abhänhig. Man sollte also stets auf dem Laufenden bleiben, um hier keine böse Überraschung zu erleben.

  19. Patrick September 2, 2015 9:59 pm 

    Auch wenn ich als Webworker noch weniger verdiene als in meinem vorherigen Beruf.. ich bereue den Wechsel nicht.

    Das traumhafte daran ist: Geografische Unabhängigkeit -> Unbezahlbar! Etwas überspitzt (gilt jedenfalls für mich): Lieber 2k als Webworker (von sonst wo auf der Welt) verdienen als 20k in einem guten Job in D.

  20. Piercing Shop Oktober 31, 2016 1:44 pm 

    Ich bin der Meinung die gewonnene Freiheit ist auch die Widrigkeiten wert. Es wird zwar nicht einfacher, aber schon ein Nebeneinkommen reicht doch für einen guten Anfang.

    In jedem Fall sollte man sich um eine ordentliche Versicherung kümmern…. so hat Patrick z.B. geschrieben er hätte lieber 2k als Webworker denn 20k als Angestellter; ich nehme an damit sind Jahreswerte gemeint. Das reicht aber nicht, wenn man sich auch noch ordentlich versichern möchte.

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