Whitepaper von Microsoft veröffentlicht

Whitepaper Windows Vista MicrosoftDer Redmonder Softwaregigant hat soeben ein Whitepaper veröffentlicht, in welchem die Vorteile von Windows Vista für den produktiven Einsatz in Unternehmen hervorgehoben werden. Mit diesem “weißen Papierstück” möchte Microsoft seine Unternehmenskunden davon überzeugen, jetzt auf das Betriebssystem Vista umzusteigen und nicht auf die Einführung von Windows 7 im Jahr 2009 zu warten.Aus diesem Schriftstück geht hervor, das Windows Vista vor allem in punkto Sicherheit dem Betriebssystem XP überlegen ist, denn für das Jahr 2007 stünden, so der Konzern, nur 66 Sicherheitslücken von Windows Vista im Vergleich zu 118 Schwachstellen bei Windows XP.
Der größte Vorteil sei aber die mögliche Kostenersparnis, die bei einem Umsteig von XP zu Vista zu verzeichnen wäre, denn durch ein verbessertes Suchsystem und eine ausgeweitete Kompatibilität gegenüber mobilen Endgeräten, würde die Produktivität und Effekteivität drastisch erhöht. Das Einsparpotential wäre, je nach Unternehmensstruktur, enorm.
Als Beispiel für eine mögliche Kostenersparnisanalyse verweist Microsoft in seinem Whitepaper auf ein Statement von EMC-Vizepräsident John Hollinger, der folgendes darin äußert:

Wenn wir die Produktivität durch die schnellere Suchfunktion nur um 0,5 Prozent verbessern, sparen wir bei 31.000 Mitarbeitern mehr als 30 Millionen Dollar.

Zudem erfährt man in dem Schriftstück, dass Microsoft durchaus Fehler innerhalb der ersten Vista-Release einräumt, welche zu einem schlechten Ruf des aktuellen Betriebssystem beitrugen. Nichts desto trotz habe man diese Kompatibilitäts und Stabilitätsprobleme mit der Veröffentlichung des SP1 weitgehend beseitigt.
Microsoft betont zudem auch, dass die tiefgreifenden Änderungen am Kernel und anderen Systemkomponenten in Vista, die für den anfänglich rauen Umstieg von XP auf Vista verantwortlich waren, auch in Windows 7 enthalten seien werden.

Ob Microsoft mit diesem “weißen fetzen Papier” wirklich für ein Umdenken bei den Unternehmen sorgen kann waage ich stark zu bezweifeln. Als könnte man so mir nichts dir nichts eine funktionierende Infrarstruktur für ein neues Betriebssystem umrüsten. Warum sollten denn die Unternehmen nun zu Visat wechseln? Wegen der Suchfunktion? Dass ich nicht lache! Haben die denn keine anderen Argumente? Ich tausche doch nicht ein Betriebssystem aus, dass ausgereift und stabil läuft, nur weil ich dadurch eine evtl. bessere Suche erhalte.

Vista hatte / hat nunmal einen schlechten Ruf aufgrund der Inkompatibilität älterer Rechnergenerationen und den aufgrund der bekannten Treiberprobleme. Diesen Ruf gilt es zu verbessern und nicht durch eine hervorgehobene Suchfunktion! Ein paar Fakten gegenüber der Stabilität wären natürlich auch angebracht, aber da wird Vista vermutlich nicht besser als XP dastehen. Auch die neuen Funktionen, vor allem für Unternehmer halten sich doch auch stark in Grenzen. Oder ist es wichtig gläserne und flippende Fenster im Officebetrieb zu haben?

05.06.2008 | Autor: admin
Kategorien: Microsoft | Schreibe einen Kommentar

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