10.10.2008 | Autor: Lennart
Der Autor: Mein Name ist Lennart Prange und ich bin der Hauptautor von daswebdesignblog.de. Dort schreibe ich vor allem, wie die Domain schon vermuten lässt, über Webdesign. Ich würde mich über euren Besuch freuen und wünsche euch viel Spaß mit diesem Beitrag.
Der Inhalt ist ja angeblich das wichtigste Element einer Website und gerade bei Blogs kann man wohl von contentlastigen Seiten sprechen. Ich habe für mich eine recht effektive Methode entwickelt, um gute Blogbeiträge (ich sage jetzt einfach mal so, dass sie gut sind
) zu schreiben. Ich möchte euch heute den Weg von der Idee bis hin zum Abschluss des Beitrages beschreiben. Vielleicht hilft er ja einigen und bringt frischen Wind in euer Blogging-Leben
. Über Kommentare würde ich mich freuen.
Die Idee
Am Anfang eines guten Blogbeitrags steht eine Idee, über die man viel und kompetent schreiben kann. Ich nehme mir einen Zettel und schreibe dort jede Idee in Form eines Titels auf. Dadurch kann ich immer auf gute Beiträge zurückgreifen, auch wenn ich mal keine Idee im Kopf habe.
Ideenfindung leicht gemacht
Wie findet man eine gute Idee? Eine Frage mit der ich mich lange rumgeschlagen habe. Mit der Zeit habe ich es geschafft, gute Ideen auf “Knopfdruck” abzurufen. Wie? Ganz einfach: Ich habe mir ein DIN A4 Blatt genommen und mein Thema (Webdesign) in die Mitte geschrieben. Kreis drum und fertig ist der Anfang für eine sogenannte Mindmap. Ein Beispiel dafür seht ihr auf dem Bild.
Für mich sind solche Mind Maps die beste Art, um neue Ideen ganz leicht zu finden. Wenn euch das nicht weiterhilft und ihr gerade eine kreative Blockade habt, könnt ihr auch “Lückenfüller-Beiträge” verwenden. Das sind zum Beispiel Beiträge, in denen ihr zu anderen Beiträgen, welche auf themenverwandten Blogs veröffentlicht wurden, Stellung bezieht. Oder ihr nehmt an einer Blogparade teil. Hier findet ihr einige aktuelle Blogparaden.
Titel, die Leser fesseln
Ist das Thema für den Beitrag festgelegt, braucht man einen guten Titel, welcher die Leser dazu bewegt, den Beitrag durchzulesen. Aus meiner Erfahrung heraus kann ich sagen, dass Beiträge mit einem Titel wie 21 Webseiten mit atemberaubendem Hintergrund oder 11 hammer Photoshop Tutorials am häufigsten gelesen werden. Wenn so ein Titel nicht passt, müsst ihr versuchen, den Inhalt des Blogbeitrages möglichst kurz und präzise zu wiederzugeben. Achtet darauf, Adjektive zu verwenden. Ich habe mir hierfür 2 Listen erstellt, welche jeweils den Umfang von einer Seite haben. Diese Listen sind mit einerseits positiven und andererseits negativen Adjektiven gefüllt. Das hat mir sehr geholfen.
Beitragsstruktur
Wenn ich das Thema des Beitrags festgelegt habe und mir eine gute Überschrift eingefallen ist, mache ich mich daran, dem Beitrag eine grobe Struktur zu geben. Dafür schreibe ich alle Haupt -und Unterüberschriften auf. Den Fließtext entwerfe ich noch nicht. Diese Struktur ist für mich die wichtigste Grundlage, um den Fließtext später in kurzer Zeit fertig zu schreiben.
Natürlich ist das ganze nur ein Grundgerüst und kann sich jederzeit ändern.
Ausarbeitung
Jetzt gilt es die Punkte mit Inhalt zu füllen. Das ist für mich nun kein Problem mehr, da ich die Beitragsteile bereits festgelegt habe. Der Fließtext geht nun einfach von der Hand. Ein paar Tipps habe ich trotzdem noch.
Wie schreibt man schneller und besser?
Erstmal kann man natürlich 10 Finger-Tippen üben, um seine Schreibgeschwindigkeit zu verbessern. Dann ist es sehr wichtig, sich beim schreiben nicht ablenken zu lassen und den Artikel in einem Stück fertig zu bringen. Jede Ablenkung kostet Zeit, da man sich dann wieder in den Beitrag einfinden muss. Wenn ihr euch an irgendwelchen Stellen nicht sicher seit und lieber nochmal googeln wollt, kommt später zu der Stelle zurück. Fürs Erste geht es darum, einen zusammenhängenden Text, der gut zu lesen ist, zu schreiben. Achtet auch darauf, dass ihr in einem ruhigen Raum arbeitet. Musik usw. sollte man beim Schreiben auslassen.
Um seinen Schreibstil zu verbessern, ist es ratsam, den eigenen Wortschatz zu erweitern, indem man die verschiedensten Texte liest (Zeitungsartikel usw.). Wichtig ist es, sich möglichst selten zu wiederholen und nicht allzuviele Füllwörter zu verwenden. Eine gute Zeichensetzung sorgt für eine bessere Lesbarkeit.
Meine Blogging-Tools
Windows Live Writer
Ich verfasse alle meine Beiträge im Windows Live Writer. Eigentlich bietet er gegenüber dem visuellen Editor von WordPress keine großartigen Vorteile, aber ich schreibe einfach lieber in einem Programm. Mir gefällt die Oberfläche besser, auch wenn ich die Extras nicht brauche. Außerdem kann ich Beiträge auch offline schreiben und lokal zwischenspeichern. Das Tool ist Freeware.
Filezilla
Dieses FTP-Programm ist meiner Meinung nach das beste, welches für lau zu haben ist.
ScreenshotCaptor
Mit dem ScreenshotCaptor kann ich Screenshots auf vielerlei Weise erstellen: Ich kann die komplette Arbeitsoberfläche aufnehmen, nur eine ausgewählte Region als Screenshot abspeichern oder das aktive Fenster aufnehmen. Das Beste an dem Tool ist für mich aber, dass ich Screenshots in fetsgelegten Maßen machen kann.
Abschließend
Wann ist der perfekte Zeitpunkt zum Bloggen?
Zu diesem Thema habe ich viel gelesen, mich bisher aber nicht geäußert. Nun, hier ist meine Meinung: Alle Ratgeber, die sagen, man sollte sich einen Arbeitsplan machen und sich jeden Tag an einem Zeitpunkt Zeit fürs Bloggen nehmen, haben meiner Meinung nach unrecht. Ein Blogbeitrag kann nur dann gut werden, wenn man richtig Spaß beim Schreiben hat. Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass es nichts nützt, in lustlosen Phasen zu schreiben. Die Beiträge werden schlecht und man schadet nur seinem eigenen Ruf. Wenn ihr gerade kein Bock habt, macht ein Tag Pause. Sonst wird das nichts!
Vergesst nicht zu kontrollieren!
Wenn ihr eure Beiträge fertig geschrieben habt, sollte es selbstverständlich sein, dass ihr sie noch einmal durchlest. Nicht vergessen!
Bilder verwenden
Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte. Deswegen solltet ihr pro Beitrag mindestens ein Bild einbauen. So wirkt der Fließtext auch nicht abschreckend.
Eure Meinung?
Stimmt ihr mit mir überein, oder schreibt ihr eure Beiträge vollkommen anders?







10 Kommentare
Interessant, das mit den Mindmaps! Mich würde Interessieren, das Gebiet ist ja recht groß, wie Du da den Überblick behältst? Ich meine, bei vielen Themengebieten!?
Gruß
M.
Sehr hilfreicher Beitrag. Ganz wichtig beim Schreiben des eigentlichen Textes ist, dass absolute Ruhe im Raum herscht. Ein Fernseher oder Radio im Hintergrund lenken unheimlich ab und bewirken immer wieder, dass man dauernd in seinen Denkströmen abgelenkt wird.
Interessanter Artikel, interessante Mindmap. Ich finde es cool das du darüber schreibst wie bei dir Artikel entstehen.
Sehr interessanter Beitrag mit vielen Anregungen, die man mal für sich selber überdenken sollte. Ich denke jeder hat irgendwie seinen eigenen Denkprozess, bevor die Artikel entstehen. Aber es ist schön zu sehen, wie es bei anderen passiert.
Gruß Ben
@ Malte: Das Ganze läuft so ab: Ich erstelle eine Mind-Map und versuche ca. 15 Ideen zu finden. Diese schreibe ich alle auf einen Zettel und dann hab ich erstmal genug für die nächste Zeit. Das mache ich ~1 mal in 2 Wochen und mein Zettel füllt und füllt sich.
.
Wenn ich eine Mind Map machen würde und nie aufhören würde weiterzudenken, würde ich wohl tatsächlich den Überblick verlieren
Danke an die anderen für die positive Kritik
.
Aha, jetzt steige ich dahinter
Sehr interessant sowas mal von einem anderen Blogger zu lesen! Die Idee mit der Mind-Map finde ich sehr gut, wobei das Planen eines Beitrags (bis auf einige Ausnahmen) wohl zur wichtigsten Stufe gehört! Ohne Planung dauert es meistens doppelt so lange, bis man einen guten zusammenhängenden Text beisammen hat.
Ein schöner Beitrag! Ich gebe da Michael völlig Recht, es ist interessant zu lesen, wie andere Blogger an ihr Werk gehen! Das mit der MindMap werde ich auf jeden Fall einmal probieren
Ich fand es sehr inspirierend und spannend zu sehen, dass ich nicht der Einzige bin, der seine Beiträge gut plant, wobei die Ideenfindung bei mir eher zufällig läuft. So hat die Tage ein neuer Kollege im Büro erzählt, dass er eine Rockband hat. Bei gingen sofort die Sirenen an und ich überlegte mir wie wohl Rockmusik einen Einfluss auf das Ranking einer Seite haben könnte … ihr wisst schon, so wie auch das Wachstum von Pflanzen von de Musik beeinflusst werden kann.
Mir ist noch nicht so recht die schlüssige Idee oder Argumentation eingefallen, aber das wird sicher im nächsten halben Jahr irgendwann ein Thema im Psychic-SEO werden
Wundert mich, dass es so wenige Leute mit der MindMap versuchen
. Ich dachte, dass das jeder macht. Naja, so kann man sich täuschen. Interessant
.
@ PsychicSEO: Natürlich, Ideen kommen auch bei mir nicht nur durch die MindMap. Aber die MindMap ist für den größten Teil meiner Ideen verantwortlich.