Wie verbessere ich den Workflow im eigenen Homeoffice?

Wie verbessere ich den Workflow im eigenen Homeoffice?Selbständige Webworker, die in einem Homeoffice arbeiten, haben oft mit dem Workflow zu kämpfen. Private Erledigungen rutschen gerne mal in die Arbeitszeit und sind so ein Störfaktor der Produktivität. Es reicht nicht mehr aus, einfach das Telefon auszuschalten, die Tür zu schließen und dann zu Arbeiten. Ein geregelter Plan muss her, der die genauen Zeiten bestimmt, wann man Ruhe für seine Arbeit benötigt. Hat man seine täglichen Aufgaben erledigt, kann auch mal früher Feierabend gemacht werden. Genauso gut kann es vorkommen, das man den ein oder anderen Abend aber auch im Hauseigenen Büro verbringen muss.

Das Homeoffice

Das Büro in den eigenen vier Wänden sollte so eingerichtet werden, das man am besten Arbeiten kann. Neben einer erfrischenden Farbe an den Wänden sollten genug Regale für Unterlagen und genug Platz für die Technik vorhanden sein. Solche Regale in verschiedenen Designs findet man auch preiswert auf Online-Plattformen, wie Jumbo-Discount.de. Es sollten ebenso klare Regeln geben, die vom Lebenspartner und Kind(ern) beachtet werden, denn es kann schnell passieren, das die Kinder das Büro stürmen und als Spielplatz nutzen. Das sollte natürlich nicht der Fall sein.

Ein Homeoffice hat einige Vorteile, die man gegenüber einem normalen Büro nicht hat. So kann man zum Beispiel den ein oder anderen Nachmittag frei machen und sich Abends nochmal an die Arbeit machen. Ebenso spart ein Büro in den eigenen vier Wänden viel Geld gegenüber angemieteten Büros.

Doch wie kann man den Workflow im eigenen Homeoffice verbessern? Dazu habe ich eine kleine Liste aufgestellt, die dabei helfen, die Produktivität zu steigern.

  • Klare Regeln aufstellen
    Von Anfang an sollten klare Regeln aufgestellt werden, wie das Büro zu handhaben ist. Was bedeutet es, wenn man im Büro sitzt? Dürfen die Kinder auch ins Büro kommen? Werden keine Regeln aufgestellt, wird früher oder später das reinste Chaos im Büro herrschen und die Produktivität drastisch sinken.
  • Arbeitszeiten
    Wie in einem normalen Job, sollte man feste Arbeitszeiten aufstellen, in denen man nicht für Privatzwecke eingeplant werden darf. Nicht nur die Familie sondern auch die Freunde sollten das akzeptieren.
  • Eins nach dem anderen
    Es hilft nichts, wenn 5 Aufgaben parallel bearbeitet werden. Genau so gut sollte man in dem Bezug auf die Ordnung schauen: Habt auch nur die Unterlagen auf dem Schreibtisch, die für die aktuelle Aufgabe benötigt werden.
  • Arbeitsplan
    Da im Laufe eines Tages neue Arbeiten an Projekten anfallen können, die nicht direkt bearbeitet werden können, ist es wichtig, sich alle Planungen zu notieren. Am besten funktioniert das mit einer ToDo-Liste die man jeden Tag aktualisiert. Ich persönlich streiche die Aufgaben, die ich am selben Tag erledigt habe und übertrage die nicht geschafften auf den nächsten Tag. Neue Ideen oder neue Aufgaben schreibe ich automatisch in den nächsten Tag rein. So habe ich – je nach Arbeitsgeschwindigkeit und Anzahl der zu erledigen Aufgaben – einen kurzen, oder auch einen langen Arbeitstag.
  • Ablenkungen ausschalten
    Ich kenne das Problem selber: Zu gerne schaue ich in die Affiliate-Netzwerke oder meinen anderen Einnahmequellen rein, ob sich was getan hat. Das Problem ist aber, das solche Aktionen den Arbeitsfluss enorm aufhalten und stören. Um die Produktivität zu steigern, sollte man genaue Zeiten festlegen, wann man die Einnahmen checkt.
  • Alles aufschreiben!
    Ideen und geplante Aufgaben sollte man direkt aufschreiben. Das schützt nicht nur vor dem Vergessen, sondern auch vor dem Gedanken, ob man was vergessen hat. Man fühlt sich freier und kann sich verstärkt auf die aktuelle Aufgabe konzentrieren.
  • Schlafen!
    Bis in die Nacht vor dem Computer sitzen ist vielen gar nicht unbekannt. Nach der Arbeit möchte man eben auch noch ein wenig vergnügen und so bleibt man für das ein oder andere Spielchen auch gerne ein wenig länger wach. Schließlich gibt es keinen Chef der im Büro meckert wenn man ein wenig später erscheint oder total übermüdet ist. Aber selber sollte man auch den Chef aus sich rauslassen und frühzeitig zu Bett gehen. Ausgeschlafen lässt es sich am besten Arbeiten.

Jeder kann für sich selber auch noch weitere Punkte finden, die zur Steigerung der Produktivität verhelfen. Die aufgezählten Punkte sind allgemein gesehen für Personen die im Büro zu Hause arbeiten. Ich bin auch gerne offen für eure Vorschläge weiterer Tipps um den Workflow zu verbessern. Diese könnt ihr dann in die Kommentare posten.

Bildquelle: aboutpixel.de / pfuhhh © maçka

7 Kommentare

  1. Marcel Selle Januar 16, 2011 11:11 am 

    Hallo Christian,

    Punkt 1 – „Klare Regeln aufstellen“ ist meiner Meinung nach das wichtigste überhaupt. Der Rest folgt dann von ganz allein. Denn ohne Regeln im Homeoffice wird alles nach und nach im Caos versinken. Guter Artikel.

    Grüße
    Marcel

  2. Regina Januar 16, 2011 9:01 pm 

    Bin nun seit bald 30 im Homeoffice mit unterschiedlichen Schwerpunkten tätig.

    Fazit: Tipps sind wirklich nett.
    Trotzdem: Jeder Mensch ist ein Individuum.
    Und deswegen sind Gebrauchsanweisungen kritisch.

    Sich selbst beobachten.
    Sich selbst auf die Schliche kommen.
    Sich in seinen Menschlichkeiten (z.B Prokrastination) annehmen.
    Mit sich selbst lernen.

    Und sich gelassen entwickeln:
    Das schafft Freiraum zur wirklichen Persönlichkeitsoptimierung.
    Das nennt sich dann neumodern work-life-balance und was weiß ich noch.
    Wir nennen es Persönlichkeit.
    Das ist wahrhaft atmende, leistende Kraft.

    (DoFollow Link Köder nervt übrigens 😉

  3. Jonas Januar 18, 2011 10:23 am 

    @Marcel
    ein sehr wichtiger Punkt, den ich leider noch nicht einbauen konnte 😉

    @Regina
    Wow, schön gesagt. Natürlich ist dieser Artikel nicht die ultimative Gebrauchsanweisung, an der man sich zwingend halten muss. Lässt man aber den einen oder anderen Tipp in seine ganz eigene Arbeitsweise einfliessen, kann das durchaus zu mehr Produktivität führen. Was nervt dich denn an dem doFollow-Tipp? 😉

  4. Regina Januar 18, 2011 1:20 pm 

    Hallo Jonas,

    140 Zeichen können einfach nicht ausreichen, um einen Sachverhalt zu diskutieren.

    Sic – das wären jetzt ca 140 Zeichen gewesen:

    Und? Habe ich meine Meinung darstellen/untermauern können? (Übrigens eine der Achillessehnen von Twitter. Bleibt spannend, wie sich das entwickelt.)

    Stand ich also in der Krux, meinem Ego den Follow-Link zu ermöglichen oder meine Meinung hm breit-zutreten…….. Musste selbst ich alte Frau ringen :-)))

    LG !
    Regina

  5. capu Januar 18, 2011 11:49 pm 

    Ich denke, die hier aufgeführten Punkte bilden eine ausgezeichnete Grundlage – vorallem das Schreiben von ToDo Listen kann ich nur empfehlen.. ich könnte ohne gar nicht mehr auskommen.. also wer es bislang einfach noch nicht ausprobiert hat.. lasst die Zettel alle Aufgaben für euch „speichern“ und konzentriert euch auf das Wesentliche: Das Lösen dieser Aufgaben!
    Bei den anderen Punkten musste ich etwas schmunzeln.. vorallem beim Punkt „Ablenkung“.. wer kennt es nicht schnell nochmal zum 27. Mal am Tag im Social Network seiner Wahl vorbeischaun zu müssen? 😉
    Und da bleibt zum Schluß natürlich noch der Punkt der „Schlafen“.. wird leider bei mir auch in den seltesten Fällen was, aber da ich auch nachts noch produktiv arbeiten kann, halte ich das an dieser Stelle einfach mal für nicht ganz so tragisch 🙂

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