Wie verbessert man die Linkdichte und das Suchmaschinenranking

Weblinks - Bild bei KlickerIm Rennen um die Top Platzierungen in den Google SERPS (Suchmaschinenergebnissen) gibt es eine Vielzahl von Faktoren, die einem dabei helfen die gesteckten Ziele zu erreichen. Manche Techniken (Onpage und Offpage) funktionieren je nach Art des Webprojektes unterschiedlich gut und erzielen durchaus differente Ergebnisse, aber über die Macht der Links bezüglich der Google SERPS besteht keinerlei Zweifel – sie sind für jede Art von Webprojekt unverzichtbar und das Rückgrat einer jeden SEO-Strategie.

Es gibt natürlich auch bezüglich des Linkaufbaus verschiedene Methoden. Die etwas bekannteren und etablierteren und auch die neuen noch nicht wirklich ausgereizten Techniken, mit deren Hilfe man an die heißbegehrten „Webverweise“ gelangt und somit seine Linkdichte und vermutlich auch die Suchmaschinenplatzierungen seitens Google und Co. verbessert. Da es für mich unmöglich ist innerhalb eines Artikels detailliert in die Tiefe einer jeden Linkbuildingmethode zu gehen, habe ich mir gedacht, dass ich hier zunächst einmal die am weitverbreiteseten Methoden und Techniken kurz und „beginnerfreundlich“ vorstellen möchte. Danach habt ihr die Möglichkeit anhand der einzelnen Begriffe euch bei Bedarf akribischer mit dieser Materie im Web auseinanderzusetzen, oder mir ganz einfach ein paar Fragen in Form von Kommentaren zu kommen zu lassen. Wie es euch beliebt.  Doch nun endlich zu ein paar der unzähligen Methoden, mit denen Webseitenbesitzer ihre „Popularität“ nicht nur bei Google erhöhen können.

1. Reziproke Links

Diese Technik wurde in der Vergangenheit sehr häufig und signifikant eingesetzt, doch heute greifen immer

Link - Bild bei Th. Kemnitz

weniger Webadmins auf diese Methode des „Linkbuildings“ zurück, da eine Vielzahl von renomierten SEOs erklärt, dass sog. reziproke Links von Google nicht mehr wirklich beachtet werden.  Aber dies ist, meiner Meinung nach, nicht immer der Fall. Während natürlich, im Allgemeinen betrachtet, die Bedeutung dieser reziproken Links stark abgenommen habt, können und werden sie dem geneigten Admin bei der „Rankingverbesserung“ von Websites helfen, sofern dies korrekt durchgeführt wird.
Der Schlüssel hierfür ist denkbar einfach – Relevanz. Falls man nur themenrelevante Links tauscht, so hat dies durchaus einen positiven Effekt auf eure verlinkte Seite und die „reziproken Links“ werden somit auch von Google und Co. positiv bewertet. Aber es gibt auch hierbei ein paar Richtlinien, die man nicht außer Acht lassen sollte: Stellt sicher, dass die eingehenden Links „spiderfreundlich“ sind, dass die linksetzende Seite nicht zu viele ausgehende Links besitzt, dass die eingehenden Links „kontextgebunden“ (aus einem Text heraus) und natürlich themenrlevant zu eurer optimierenden Seite sind.  Habt ihr diese wenigen Aspekte immer während eurer Linktauschsuche vor euren geistigen Augen, so können auch durchaus reziproke Links positive Effekte auf eine Webseite übertragen. Entscheidend ist natürlich, wie bei so vielen Dingen im Leben, die Qualität eines Links.

2. Links kaufen

Google hat natürlich, wie ihr sicherlich mitbekommen habt, zahlreiche Links dieser Art entwertet und in extremen Fällen auch Strafen (Rankingeinbußen etc.) an linkverkaufende Websites verhängt, aber es wurde bis dato noch nicht wirklich widerlegt, dass diese Technik der Linkgenerierung immer noch funktioniert und viele Webprojekte in den siebten Himmel der SERPS hieft.
Viele hochrangige Seiten, vor allen Newsmagazine und Co., verkaufen Textlinks und bis dato hat noch kein SEO festgestellt, dass diese großen Websites irgendwleche Strafen von Google kassieren mussten bzw. die gesetzten Links negative Auswirkungen auf deren Linkpartner ausüben. Im Gegenteil, die verlinkten Seiten ranken sogar recht gut.

Falls ihr euch auf das Spiel des Linkkaufes einlassen wollt, so solltet ihr euch aber zunächst einmal über die „Herkunft“ dieser „Verweise“ informieren. Checkt hierbei wie die entsprechende Seite euch überhaupt verlinken möchte, wie themenrelevant überhaupt diese ist und versucht herauszufinden, wie die auserwählte Website von Google behandelt wird (PR, SERPS etc.).
Ein kleiner Hinweis noch bezüglich des Linkkaufes. Momentan wird davon ausgegeangen, dass wenn es zu einer Abstarfung samt Penalty seitens Google kommt, nur die Webseite die „Strafpunkte“ (Rankingverluste) bekommt, die die Links veräußert hat. Aber, wie so vieles, ist dieser Hinweis in SEO-Kreisen auch nur reine Spekulation und selbst wenn dies zutreffen würde, so könnte Google jederzeit die Richtlinien verändern. Also seid gewarnt und des Risikos bewusst.

3. Guter, frischer Content

worte - Bild bei Rainer Sturm

Glaub es oder nicht, es funktioniert. Wenn deine Seite oder dein Blog mit uniquen, aktuellen und ansprechend gestalteten Inhalten gefüllt ist, werden einige Leute durchaus aus „freien Stücken“ auf deine Seite verlinken. Zwar dauert es extrem Lange, bis man auf diese Weise die benötigten Links zusammen bekommt, aber dieser natürliche Linkaufbau ist auch ein wichtiger Bestandteil einer soliden Linkbuildingstrategie. Natürlich muss er aus Gründen der Effektivität durch andere Techniken ergänzt werden, aber denkt immer daran, dass eine Website nicht nur für Google und Co. gemacht werden sollte, sondern vor allem für eure Besucher.

4. Social Media

Promote deine Seite bzw. deinen Blog durch zahlreiche Social Media Dienste. Falls jemand deine Artikel „yigged“ oder „webnewsed“ (komischer Begriff „webnewsed“) erhält diese Seite nicht nur einen starken Backlink, sondern aufgrund des sozialen Charakters solcher Plattformen wird auch noch ein wenig Traffic generiert. Zwar ist dieser human-generierte Traffic von yigg und Co. nicht mit den amerikanischen Vorbildern á la Digg.com zu vergleichen, aber   dieser sollte nicht zwingend „verschenkt“ werden. Der Backlink ist euch allenfalls gewiss.
Auch andere Social Media Plattformen wie z.B. Studivz, Facebook, Xing, Flikcr, Twitter uvm. halten in den Profilmasken die Möglichkeit zahklreicher „Backlink“ für eure zu optimierende Seite bereit. Kostenlose und zudem starke Links erhält man im Web 2.0 sonst nirgend so einfach, wie bei solchen Diensten.  Natürlich soll es kein Aufruf sein, nun diese genannten Plattformen mit Links zu verspammen, aber gegen ein bißchen zusätzliche Information in Form von relevanten Links, dürfte sich dort niemand gestört fühlen. Hier gilt aber: Zurückhaltung ist mehr. Lieber ein – zwei relevante Links als 100 Spameinträge. Allenfalls werdert ihr sogar aus diesen Netzwerken verbannt.

5. Kommentare

Ich weiß, dass diese Linkgewinnung heiß im Internet diksutiert  und von vielen Spammern missbraucht wird, aber wenn man sie richtig und in Maßen einsetzt, hilft sie enorm bei der Verbesserung eurer Googlerankings. Wenn ihr Blogartikel lest und denkt, dass ihr den Artikel durch eure fundierten Kenntnisse der Materie oder eure Anregungen bezüglich des Themas bereichern könnt, so scheut euch nicht einen Kommentar samt Link ( im dafür vorgesehenen Formular) zu hinterlassen. Diese Links können unter Umständen auch dazu beitragen eure Webseite mit nötigen, themenrelevanten Links zu versorgen. Was ihr jedoch bei euren Kommentaren berücksichtigen solltet, damit ihr nicht als Spammer abgestempelt werdet, entnehmt ihr bitte diesem Post über Blogkommentare.

6. Linkbait

Oft gehört doch nie verstanden. Wir haben diese Art der Linkgewinnung bereits des öfteren in den heiligen Hallen des neuen SEO-Internets vernommen, aber im eigentlichen existiert diese Linkmethode schon sehr, sehr lange. Warum also der ganze Hype über „Linkbait“? Weil es funktioniert!
Betrachtet euch doch einmal eure eigene Website und das ihr zugrundeliegende Themengebiet. Versucht euch  vorzustellen, wie ihr Leute dazu bringen könnt auf eure Website bzw. euren Blog zu verlinken? Welche Anreize könnt ihr also diesbezüglich schaffen? Vielleicht ein kleines Gewinnspiel, wie z.B. das wpSEO Gewinnspiel von mir, oder ein nettes selbstgecodetes Plugin / Programm? Auch ein kontroverser Artikel wie z.B. der mod_rewrite Artikel auf diesem Blog dürften für ein paar eingehende Links gut sein. Eurer Phantasie sind dahingehend keine Grenzen auferlegt. Je individueller und schräger, desto besser.
Überlegt euch jedoch genau zuvor, was ihr wie und wann anbieten wollt und zieht es dann auch mit einer gebührenden Seriosität durch. Unprofessionielle „Linkbaits“ enden häufig im Chaos und sind eher kontraproduktiv, da ihr somit zwar ein paar Links ergattert, aber eure Leser mit Sicherheit verärgert werden.

Fazit

Verwendet ihr alle diese aufgezeigten Möglichkeiten in einem gesunden Maße, so wird dies euch mit Sicherheit dabei helfen, eure „Linkdichte“ und „Linkqualität“ zu erhöhen.  Auch positive Effekt bezüglich der Google SERPS sollten sich hierdurch einstellen und eure Seite etwas nach oben „pushen“.  Verwendet aber bei den verschiedenen Methoden auch verschieden Links. Variiert z.B. die Anchortexte, die Linktexte, die Inahlte usw., denn ein monotones Linkbuilding wird von Google nicht als „natürlich“ betrachtet und die Links werden postwendend entwertet.
Wie bereits in der Einleitung beschrieben, gibt es zahlreiche weitere Möglichkeiten des Linkbuildings und wenn ihr möchtet, kann ich diesen Artikel auch noch gerne etwas ausbauen und durch anderen Methoden und Techniken ergänzen. Teilt mir dies am besten in Form von Kommentaren mit. Mehr Infos zu Linkbuidling und Co? Ja oder Nein, ihr habt die Wahl, oder doch die Qual?

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Bildmaterial: ©Klicker, Rainer Sturm und Th. Kemnitz / pixelio.de

8 Kommentare

  1. oliver Wenk Juli 28, 2008 3:45 pm 

    Nur her mit den Tipps. Ich h

  2. Trends Juli 29, 2008 8:19 pm 

    Sehr schön geschrieben und ein guter Leitfaden. In der täglichen Praxis halten sich wohl nur wenige an solche Artikel und entsprechend sind dann auch die Ergebnisse.
    Wichtig ist, es muss zum Blogger und zum Blog passen und organisch sein, dann kommt das Blog auch voran;-)

  3. Millus August 1, 2008 2:35 am 

    hm, irgendwo habe ich gelsen das Google nicht mehr auf Kommentar verlinkungen achtet oder so

    die Tipps sind mir ein wenig zu allgemein, man muss tiefer dran gehen, z.B. wie schreibt man Beiträge richtig, wo setze ich die Keywords ein.
    Welcher Content ist wirklich brauchbar etc.
    Ich habe letztens genau über dieses Thema geschrieben und paar sehr brauchbare Tipps gegeben, die erfolgreiche Blogger nicht gerne rausgeben. Aber sie sind so einfach.
    Das diese Tricks funktionieren kann man durch Google testen: gib mal „Lenny Kravitz neues Lied“ oder „WOLVERINE TRAILER“ bei Google ein und schau dir meine Plazierung an.

    Das Thema ist ein sehr interessantes und ich bin auf weiteres gespannt.

    Beste Grüße
    M*

  4. Bloggonaut August 1, 2008 9:11 am 

    HI Millus,

    danke für dein konstruktives Feedback. Dieses Posting sollte jedoch kein Tutorial werden, wie ich „Killerartikel“ oder „SEO-Optimierte“ Artikel verfasse sondern welche grundsätzlichen Methoden es gibt um sich der Links anzunehmen. Was du meinst, wäre vielmehr die Strategie ein OnPage Optimierung, welche im Nachhinein durch ein LInkbuilding ergänzt werden müsste. Mit WordPress einen Artikel zu verfassen, der aufgrund seiner Aktualität weit oben rankt ist nicht sonderlich schwer. Dass dieser Artikel aber auch über einen längeren Zeitraum oben bleibt, dafür brauch man mehrere SEO-Strategien. On und Offpage.

  5. dsl August 6, 2008 10:47 am 

    Ein guter Leitfaden. Mach weiter so.

  6. Mathias Oktober 27, 2010 9:18 pm 

    Moin aus Flensburg,

    vielen Dank für den Beitrag, der neben zahlreichen Tipps auch gut strukturiert und verständlich ist. Bislang haben wir unsere Seiten fast ausschließlich einer on-page Optimierung unterzogen, da der Aufwand geringer ist und sich so auch rasch Erfolge einstellten. Aber der letzte Kick fehlte bislang, so dass wir jetzt auch vermehrt die off-page Optimierung verfolgen. Zwar ist der Aufwand enorm, da alles per Hand gemacht wird, aber wir spüren, dass eine Verbesserung von Platz 8 auf Platz 3 oder 4 überproportional mehr Besucher garantiert. Wir werden deine Tipps alle ausprobieren und die Ergebnisse hier gerne veröffentlichen.
    Viele Grüsse aus Flensburg
    Mathias

  7. Ursel Dezember 21, 2011 5:06 pm 

    Mit Spam sollte man sich wirklich! zurückhalten. Das wirft doch eher ein schlechtes Licht auf die beworbene Adresse. Da gibt es diese kleinen Tools von gewissen Dienstleistern, die – gegen einen gewissen Obulus natürlich – die Eintragung in xtausend Katalogen oder Foren oder Blogs versprechen … ein guter Ratschlag: Macht’s nicht. Macht’s einfach nicht! (Danke, Herr Grebe 😉 )
    Ihr mischt euch ja auch nicht mit Einwürfen, die nichts zur Sache tun, dutzendweise bei fremden Gesprächen ein (so im echten Leben ;-)). Das kann man sich auch online sparen. Jedoch:
    Themenrelevante Links findet man nicht jeden Tag zuhauf, die blühen manchmal am Wegesrand wie ein zartes Pflänzchen. Eine Google-Suche nach „Blog “ ist auch etwas einfallslos. Darauf kommt wohl jeder, der SEO betreibt. Manchmal muss man sich, um das Steuer herumzureißen, eben in den potentiellen Endkunden hineinversetzen und sich vielleicht auch mal von jemandem aus dem Bekanntenkreis beraten lassen, wie (oder gar wo) er nach einem bestimmten Thema suchen würde. Mit diesem Wissen kommt man oft eher zum Sieg.
    Gruß an alle!

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