von Alphablogger am 11.07.2009
Zerstören YouPorn und Co. die Erotikbranche ?

Ich bin auf der Seite 20min.ch auf einen aktuellen Bericht über YouPorn & Co. gestoßen, was mich nun veranlasst den Redtube Artikel von Andreas über die Schmuddelportale rund um YouPorn, Redtube und Timtube weiterhin auf einem aktuellen Stand zu halten. Daher stelle ich mir die Fragen: Zerstören YouPorn, Redtube.com & Co. die Erotikbranche und wie verdienen solche YouTube-Kopien der Erotikwelt ihr Geld?
Sex doesn’t sell
Eines ist auf alle Fälle klar, adulttube-Webseiten werden immer beliebter, dass wird auch beim gemessenen Traffic von youporn.com deutlich, denn laut alexa.com steht das Erotikportal global auf Platz 47 des Traffic-Rankings. Die große Auswahl und Vielfalt an Videos macht diese Portale beliebt, natürlich spielt auch der kostenfreie Content der Schmuddelportale eine gewaltige Rolle, ebenso der Verzicht auf jegliche Jugenschutzsysteme bedeutet für die Anbieter eine erhöhte Nutzerzahl. Das bekannte US-Unternehmen Vivid, beklagte in einem Zeitungsbericht der New York Times, die starken Umsatzeinbrüche der DVD-Filme um über 50% seit dem Jahre 2006. Auch der Internettraffic von Vivid.com ist im Gegensatz zu dem von youporn.com sehr schwach so steht die Seite auf alexa.com, aktuell auf dem Platz 15.794, was die starke Konkurrenz durch die Videoportale verdeutlicht.
Deshalb komme ich zu dem Entschluss: “Sex doesn’t sell”, denn wer zahlt schon für Filme wenn er diese auch kostenfrei im Internet zu sehen bekommt, dank illegaler Tube-Seiten bekommt man durchaus auch “gestohlenen” und qualitativen Content zu sehen, was der Erotikbranche nochmals das Geschäft vermiest. Der Trend ist glasklar und liegt auf der Hand, die angeführten Videoportale bilden allesamt das Porn 2.0 und dieses hat im Kampf gegen die alteingessene Erotikbranche die Oberhand und ist gerade dabei die DVD-Verkäufe auf neue Tiefstände zu drücken.
Die Auswahl wächst
Die Auswahl an solchen Videoportalen (tube sites) wächst stetig, solche Seiten entstehen wie am laufenden Band. Viele Webmaster von Erotikseiten starten ihre eigene Version von youporn.com um somit genügend Traffic und dadurch auch Geld zu gewinnen. Es gibt verschiedene Konzepte der Betreiber solcher Portale, manche Webmaster kaufen verschiede Videoclips, einige produzieren diese selbst. Doch der größte Teil, bietet zudem noch die Möglichkeit für Nutzer ihren eigenen Content zu produzieren und diese Amateur-Videos dann hochzuladen. Die letzte und ebenfalls häufig verbreitete Methode der Webmaster ist die Einbindung Affiliateprogrammen in Zusammenhang mit kurzen Vorschauvideos verschiedene kostenpflichter Seiten.
Doch das Geld muss wie überall im Leben, hart erarbeitet werden, denn mit dem Start eines solchen Projektes sind einige Probleme verbunden, das größte allen voran ist die hohe benötigte Bandbreite einer solchen Seite, zum Beispiel generieren die Nutzer von youporn.com täglich einen Traffic von über 3 Terrabyte, was häufig zu einer ungewollten downtime der Videoportale führen kann. Doch die weiteren Probleme sind von gleicher Bedeutung, denn ein solches Projekt benötigt viel Content, denn ohne die nötige Anzahl an Videoclips wird ein Besucher kein zweites Mal vorbeischauen, zudem muss solch ein Projekt durch viel Werbung gefördert werden, was in den meisten Fällen eine sehr kostspielige Angelegenheit werden kann, bis der nötige Traffic erreicht ist um die Ausgaben für die Hardware, Werbung und den Content bezahlen zu können.
Wie verdient man mit einem solchen Videoportal Geld?
Das liebe Geld dürfte unter anderem einer der wichtigsten Gründe sein, warum diese Videoportale wie Pilze aus dem Boden sprießen. Doch wie stellt man es an um mit einem solchen Webprojekt wirklich Geld zu verdienen? Es gibt insgesamt drei Möglichkeiten um mit einem solchen Videoportal Geld zu verdienen, diese können natürlich auch kombiniert werden:
Advertising
Diese Methode dürfte man häufig auf solchen Seiten antreffen, sie ist wohl die einfachste und wird gekonnt mit der Einbindung von Bannern, Textlinks, LiveCam-Werbung und natürlich der Verlinkung von Affiliate-Links zu den highquality-Videos angewandt.
Kostenpflichtiger Premium-Content
Die zweite Methode ist ebenfalls sehr beliebt und ebenso wirksam. Die Nutzung solcher Videoportale ist generell kostenfrei, sie erlauben den Zugriff auf User- und Sponsor-Content, manche Anbieter begrenzen bei den kostenfreien Accounts auch die Anzahl der Videos die maximal pro Tag angesehen werden dürfen. Ein Premium Account kostet im Durchschnitt den Nutzern um die 30 $/Monat ermöglicht aber auch den Zugriff auf Premium-Content der sich in der Regel aus hochwertigen DVDs und eine vielfältigere Auswahl an Clips zusammensetzt.
Zusätzlicher Service
Einige solcher Videoportale nutzen den generierten Traffic auch um selbst den Absatz verschiedener Produkte oder Dienstleistungen zu steigern wie z.B. eigener Erotikshop, LiveCam Chats oder Partnervermittlungen
Was meint ihr? Sollten die Anbieter mehr für den Jugendschutz tun, sind Internetsperren solcher Seiten gerechtfertigt?
Quelle: 20min.ch
















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